343

Ammoniakflüssigkeit  verschwindet;  diese  Lösung  nimmt  eine
grünc,  später  braune  Färbung  an.  Eisenchloridlösung  farbt
die  wässerige  Lösung  des  S-Naphthols  grünlich;  nach  einiger
Jeit  erfolgt  eine  Abscheidung  von  weißen  Flocken.

2.Naphthol  muß  sich  in  50  Teilen  Ammoniakflussigkeit
anne  Nüchstand  zu  einer  nur  blaßgelb  gefärbten,  blauviolett
fluoreseierenden  Flüssigkeit  losen  (Naphthalin).  Eisenchlorid--lösung
  darf  die  heißgesattigte,  Chlorkalklösung  die  kaltgesattigte
wässerige  Lösung  nicht  violett  färben  ((d-Naphthol).

3-Naphthol  darf  beim  Verbrennen  böchstens  0,1  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Vor  Licht  geschützt  aufzubewahren.

Natrium  aceticum.  —  Natriumgecetat.
CH  COONa  3I0  Mdol.-Gew.  136,07.

Farblose,  durchsichtige,  in  warmer  Luft  verwitternde
Kristalle.

Natriumaretat  löst  sich  in  ungefähr  1  Teil  Wasser  von
15  und  in  29  Teilen  Weingeist  von  15°,  sowie  in  1  Teil
siedendem  Weingeist.  Die  gesättigte  wässerige  Losung  bläut
Lackmuspapier  und  wird  durch  Pbenolphrhaleinlosung  schwach
gerötet.

Beim  Erwärmen  auf  etwa  58  schmilzt  Natriumaretat
in  seinem  Kristallwasser  und  verwandelt  sich  beim  andauernden
Erbitzen  in  das  wasserfreie  Salz,  das  erst  bei  ungefähr  31  5%
schmilzt.  Bei  noch  stärkerem  Erbitzen  zersetzt  es  sich  unter
Entwickelung  von  Acetongeruch  und  Hinterlassung  eines  die
Flamme  gelb  färbenden  und  befeuchtetes  Lackmuspapier  stark