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gut  bedeckten  Schale  12  Stunden  lang  stehen  gelassen;
alsdann  wird  das  Erdnußöl  hinzugesetzt  und  die  Mischung
unter  wiederholtem  Umrühren  auf  dem  Wasserbade  bis  zur
Verflüchtigung  des  Weingeistes  und  der  Ammoniakflüssigkeit
erwärmt.  Darauf  wird  das  Ol  abgepreßt  und  nach  einiger
Zeit  filtriert.

Bilsenkrautöl  ist  braungrün  und  riecht  eigenartig  nach
Bilsenkraut.

Oleum  lecoris  Aselli.  —  Lebertran.

Das  aus  den  frischen  Lebern  von  Gadus  morrhua  Linne,
Gadus  callarias  Linné  und  Gadus  aeglelinus  LoiG  bei
möglichst  gelinder  Wärme  im  Dampfbade  gewonnene  Ol,  das
durch  Abkühlen  bis  unter  05  von  den  leicht  erstarrenden
Anteilen  getrennt  ist.  Lebertran  ist  blaßgelb  und  riecht  und
schmeckt  eigenartig,  nicht  ranzig;  der  Geruch  darf  auch  beim
Erwärmen  nicht  unrein  oder  gar  widerlich  werden.

Spezifisches  Gewicht  0,924  bis  0,932.

Jodzahl  155  bis  175.  Verseifungszahl  184  bis  196,6.

Eine  Lösung  von  1  Tropfen  Lebertran  in  20  Tropfen
Chloroform  färbt  sich  durch  Schütteln  mit  1  Tropfen  Schwefelsäure
  zunächst  sehön  violettrot,  dann  braun.

Eine  kräftig  durchgeschüttelte  Mischung  von  1  cem
rauchender  Salpetersaure,  1  cem  Wasser  und  2  cem  Lebertran
  darf  innerhbalb  1  bis  2  Tagen  weder  ganz,  noch
teilweise  erstarren,  sondern  nur  dicklich  werden  (nicht
trocknende  Ole).

Eine  mit  1  cem  Pbenolphthaleinlösung  versetzte  Lösung
von  5  3  Lebertran  in  10  cem  Ather  und  5  cem  Weingeist