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Wird  eine  durch  kräftiges  Schütteln  erhaltene  gleichmaßige
Mischung  von  5  cem  Olivenol  mit  lo  cem  etrolütber  und
2,5  cem  Zinneblorürlösung  im  Probierrohre  bis  zur  Abscheidung
  der  Zinnchlorürlosung  in  Wasser  von  4107  gehalten
und  alsdann  das  Probierrohr  in  Wasser  von  80“  getaucht,
so  daß  nur  die  Zinnchlorürschicht  erwärmt  wird,  so  darf  innerbalb
  3  Minuten  keine  deutliche  Rotfärbung  auftreten  (Sesamö.).

Werden  5  g  Olivenol  in  10  cem  Chloroform  und  20  cem
Weingeist  gelest,  so  muß  in  der  Lösung  nach  Iunsatz  von
1  cem  BMlbenolphthaleinlöfung  auf  Jusatz  von  höchstens
0,8  cem  weingeistiger  ½-Normal-Kalilange  eine  bleibende
Rotfärbung  entstehen  freie  Säure).

Oleum  Ricini.  —  Ricinusöl.

Das  aus  den  geschälten  Samen  von  Ricinus  commimis
Linne  ohne  Anwendung  von  Wärme  gepreßte  und  mit  Wasser
ausgekochte  fette  Ol.

Ricinusöl  ist  klar,  dickflüssig,  farblos  oder  höchstens
blaßgelblich  und  von  kaum  wahrnehmbarem  Geruch  und
Geschmacke.

Spezifisches  Gewicht  0,950  bis  0,970.

Bei  0  wird  Ricinusöl  durch  Abscheidung  kristallinischer
Flocken  trübe,  bei  niedrigerer  Temperatur  butterartig.  In
Essigsäure  und  absolutem  Alkohol  löst  sich  Ricinusöl  in  jedem
Verbaltnis  klar,  ebenso  löst  es  sich  in  3  Teilen  Weingeist.

Schüttelt  man  ein  Gemisch  von  3  cem  Ricinusbl,
3  cem  Schwefelkoblenstoff  und  1  cem  Schwefelsäure  einige
Minuten  lang,  so  darf  es  sich  nicht  schwarzbraun  färben
(beiß  gepreßtes  Ol,  fremde  Ole)z.