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Sandelbl  ist  eine  dickliche,  farblose  oder  blaßgelbliche,
optisch  aktive  (C(Dro-—  16%  bis  —20  )  glüssigkeit.  Es  riecht
eigenartig  würzig  und  sehmeckt  scharf  und  ein  wenig  bitter.

Spezifisches  Gewicht  0,973  bis  0,985.

Sandelöl  löst  sich  bei  20%  klar  in  5  bis  7  Teilen  verdünntem
  Weingeist;  diese  Lösung  muß  auch  bei  weiterem
Zusatz  von  verdunntem  Weingeist  klar  bleiben  (fremde  Ole).

Bestimmung  des  Santalolgebalts.  5  9  Sandelöl
werden  mit  5  9L  Cssigsäureanbydrid  unter  Zusatz  von  2  9
wasserfreiem  Natriumacetat  in  einem  mit  Rückflußkühler  verbundenen
  Kölbchen  1  Stunde  lang  im  Sieden  erhalten.  Nach
dem  Erkalten  werden  20  cem  Wasser  hinzugefügt,  und  die
Mischung  wird  unter  wiederboltem,  kräftigem  Umschütteln
15  Minuten  lang  auf  dem  Wasserbad  erwärmt.  Darauf
wird  in  einem  Scheidetrichter  das  Ol  von  der  wässerigen
Flüssigkeit  getrennt,  mit  Wasser  gewaschen,  bis  dieses  Lackmuspapier
  nicht  mehr  rötet,  mit  getrocknetem  Natriumsulfat  entwässert
  und  filtriert.

1,5  g  dieses  Oles  werden  mit  3  cem  Weingeist  und
cinigen  Tropfen  Pbenolphthaleinlösung  und  tropfenweise  mit
weingeistiger  ½-Normal-Kalilange  versetzt,  bis  eine  bleibende
Rötung  eintritt.  Darauf  wird  die  Mischung  mit  20  cem
weingeistiger  l=  Normal-Kalilauge  am  Rückflußkühler  auf  dem
Wasserbad  erhitzt  und  nach  dem  Erkalten  unter  Jusatz
von  1  cem  Phenolphthaleinlösung  mit  ½-Normal-Salzsäure
  bis  zur  Entfärbung  titriert.  Hierzu  dürfen  bochstens
9,5  cem  Säure  erforderlich  sein,  was  einem  Mindestgehalte
von  90  Prozent  Santalol  entspricht.