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Oleum  Sesami.  —  Sesamöl.

Das  aus  den  Samen  von  Sesamum  indieum  Linne
durch  kaltes  Auspressen  gewonnene  fette  Ol.

Sesamöl  ist  hellgelb,  fast  geruchlos  und  schmeckt  milde.

Spezifisches  Gewicht  0,921  bis  0,924.

Jodzahl  103  bis  112.  Verseifungszahl  188  bis  193.

Schüttelt  man  5  cem  Sesamöl  mit  0,1  cem  weingeistiger
Furfurollösung  und  10  cem  rauchender  Salzsäure  mindestens
eine  halbe  Minute  lang  kräftig,  so  zeigt  die  wässerige  Schicht
nach  der  Trennung  von  der  öligen  eine  stark  rote  Färbung.

Erhitzt  man  in  einem  mit  Rückflußkühler  versehenen
Kölbchen  5  cem  Sesamöl  mit  5  cem  Amylalkohol  und  5  cem
einer  einprozentigen  Lösung  von  Schwefel  in  Schwefelkohlenstoff
  15  Minuten  lang  im  Wasserbade,  so  darf  weder  hierbei,
noch  nach  einem  weiteren  Zusatz  von  5  cem  der  Lösung
von  Schwefel  in  Schwefelkohlenstoff  und  darauf  folgendem,
viertelstündigem  Erhitzen  eine  Rotfärbung  des  Gemisches
eintreten  (Baumwollsamenöl).

Oleum  Sinapis.  —  Senföl.
Synthetisches  Allylsenföl.

Gehalt  mindestens  97  Prozent  Allylsenföl

(Clle:CH.CII-NCS,  Mol.-Gew.  99),12).

Senfol  ist  eine  stark  lichtbrechende,  optisch  inaktive,  farblose
  oder  gelbliche,  bei  längerem  Aufbewahren  sich  gelb
färbende  Flüssigleit.  Es  besitzt  einen  scharfen,  zu  Tränen
reizenden  Geruch.  In  Weingeist  ist  Senföl  in  jedem  Verhältnis
  löslich.