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38.3

Opium.  —  Opium.

Gehalt  des  bei  60  getrockneten  Opiums  mindestens
12  Prozent  Morphin  (Crll#O  N,  Mol.-Gew.  285,10).

Der  in  Kleinasien  durch  nschneiden  der  unreifen  Früchte
von  Paparer  Somnilerum  Linné  gewonnene,  an  der  Luft
eingetrocknete  Milchsaft.

Opium  kommt  in  Form  verschieden  großer,  rundlicher,
mehr  oder  weniger  abgeplatteter,  in  Mohnblätter  gehüllter,
meist  mit  den  Früchten  einer  Rumes  Art  bestreuter  Stücke
in  den  Handel.  Diese  sind  innen  dunkelbraun,  hier  und  da
mit  helleren  Körnern  durchsetzt,  in  frischem  Justand  weich
und  zähe;  mit  der  Zeit  werden  sie  dureh  Austrocknen  hart
und  spröde  und  brechen  dann  uneben.  Der  Geruch  des
Opiums  ist  eigenartig,  betäubend,  der  Geschmack  stark  bitter
und  etwas  scharf.

Vor  dem  Vulvern  sind  die  Opiumstücke  von  den  Rumes-Früchten
  und  den  derben  Blattrippen  zu  befreien,  zu  zerschneiden
  und  bei  einer  60“  nicht  übersteigenden  Wärme
zu  trocknen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Opium  läßt  neben
strukturlosen  Massen  geringe  Mengen  von  Stückehen  der
Mohnblätter  und  Stückehen  der  Oberhaut  der  Mohnfrüchte
erkennen,  die  aus  fünf=  bis  sechseckigen  Jellen  mit  stark  verdickten
  Wänden  besteht  und  bin  und  wieder  Spaltoffnungen  zeigt.

Bestimmung  des  Morphingehalts.  Man  reibt  7  9
mittelfsein  gepulvertes  Opium  mit  7g  Wasser  an,  spült  die
Mischung  mit  Wasser  in  ein  Kölochen  und  bringt  durch
weiteren  Wasserzusatz  auf  das  Gewicht  von  63  g.  Nachdem
die  Mischung  unter  häufigem  Umschütteln  1  Stunde  lang