392

Pastilli  Hydrargyri  bichlorati.
Sublimatpastillen.

Gehalt  annähernd  50  Prozent  Quecksilberchlorid  (IIg  CI.,
Mol.-Gew.  270,9).

Aus  der  mit  einem  Teerfarbstoffe  rot  gefärbten  Mischung
von  gleichen  Teilen  fein  gepulvertem  Quecksilberchlorid  und
datriumchlorid  werden  Jylinder  von  1  oder  2  6  Gewicht
hergestellt,  die  doppelt  so  lang  wie  dick  sind.

Harte,  walzenförmige,  lebhaft  rot  gefärbte  Pastillen,  die
nach  dem  Zerkleinern  leicht  in  Wasser,  aber  nur  teilweise  in
Weingeist  und  Ather  löslich  sind.  Die  wässerige  Lösung  rötet
Lackmuspapier  nicht.

Gehaltsbestimmung.  2  Pastillen  von  je  1  g  Gewicht
oder  1  Pastille  von  2  9  Gewicht  werden  in  Wasser  gelost,
die  Lösung  wird  auf  100  cem  aufgefüllt.  In  20  cein  dieser
Lösung  löst  man  1  g  Kaliumjodid,  fügt  10  cem  Kalilauge,
3  cem  Formaldehydlösung  und  10  cem  Wasser  hinzu  und
säuert  nach  1  Minute  mit  25  cem  verdünnter  Essigsäure  an.
Das  ausgeschiedene  Quecksilber  wird  in  25  cem  1/10-Normal-Jodlösung
  gelöst  und  der  Jodüberschuß  durch  ½0-Normal-Natriumthiosulfatlösung
  zurücktitriert.  Hierzu  müssen  mindestens
10,4  cem  1¼20-Normal-Natriumthiosulfatlösung  verbraucht
werden,  was  einem  Mindestgehalte  von  49,45  Prozent  Quecksilberchlorid
  entspricht  (l  cem  ½/0-Normal-Jodlösung  —
0)01355  g  Qruecksilberchlorid,  Stärkelösung  als  Indikator).

Sublimatpastillen  müssen  in  verschlossenen  Glasbehältern
  mit  der  Aufschrift  Giftr  abgegeben
werden;  jede  einzelne  Pastille  muß  in  schwarzes
Papier  eingewickelt  sein,  das  in  weißer  Farbe  die