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Von  einem  Hühnerei,  das  10  Minuten  lang  in  kochendem
Wasser  gelegen  hat,  wird  nach  dem  Erkalten  das  Eiweiß
durch  ein  zur  Bereitung  von  grobem  Pulver  bestimmtes,
Sieb  gerieben.  10  8g  dieses  zerkleinerten  Eiweißes  werden  in
100  cem  Wasser  von  50%  und  0,5  cem  Salzsäure  gleichmäßig
  zerteilt;  der  Mischung  wird  !½  g  Pepsin  hinzugefügt.
Läßt  man  diese  Mischung  unter  wiederholtem  Umschütteln
3  Stunden  lang  bei  45  stehen,  so  muß  das  Eiweiß  bis  auf
wenige  weißgelbliche  Häutchen  gelöst  sein.

Phenacetinum.  —  Phenagcetin.
NI  "4  CO  "  CH
Cell.  0n  Lu  4|  Mol.-Gew.  177,10.

Farblose,  glänzende  Kristallblättchen,  die  sich  in  1400  Teilen
Wasser  von  155  in  80  Teilen  siedendem  Wasser  und  in  etwa
16  Teilen  Weingeist  von  15%  lösen.  Die  Lösungen  verändern
Lackmuspapier  nicht.

Schmelzpunkt  134%  bis  135.

Phenacetin  wird  beim  Schütteln  mit  Salpetersäure  gelb
gefärbt.  Wird  eine  Lösung  von  0,2  g  Phenacetin  in  2  cem
Salzsäurc  1  Minute  lang  gekocht,  hierauf  mit  20  cem  Wasser
versetzt  und  filtriert,  so  nimmt  sie  auf  Jusatz  von  6  Tropfen
Chromsäurelösung  allmählich  eine  rubinrote  Färbung  an.

Die  Lösung  von  0,1  g  Phenacetin  in  10  cem  heißem
Wasser  muß  nach  dem  Erkalten  ein  Filtrat  liefern,  das,  mit
Bromwasser  bis  zur  Gelbfärbung  versetzt,  sich  nicht  trübt
(Acetanilid).  Ein  Gemisch  von  0,3  g  Phenacetin  und  1  cem