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erhält  man  eine  gelbrote  Flüssigkeit.  Wird  ein  Teil  dieser
Lösung  auf  dem  Wasserbad  eingedampft,  so  hinterbleibt  ein
blau  oder  blaugrau  gefärbter,  in  Weingeist  mit  blauer  Farbe
löslicher  Rückstand.  Beim  Ubersättigen  mit  Essigsäure  wird
diese  weingeistige  Lösung  rot  gefärbt  und  zeigt  starke
Fluoreseenz.  Der  Verdampfungsrückstand  des  anderen  Teiles
der  ammoniakalischen  Physostigminsalicylatlösung  löst  sich  in
1  Tröpfchen  Schwefelsäure  mit  grüner  Farbe,  die  bei  allmählichem
  Zusatz  von  Weingeist  in  Rot  übergeht,  jedoch  von
neuem  grün  wird,  wenn  der  Weingeist  verdunstet.

Physostigminsalicylat  darf  durch  Trocknen  bei  100%  kaum
an  Gewicht  verlieren  und  darf  beim  Verbrennen  höchstens
0,1  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Sehr  vorsichtig  aufzubewahren.
Größte  Einzelgabe  0,001  g.
Größte  Tagesgabe  0,003  a.

Physostigminum  sulfuricum.  —  Physostigminsulfat.
(Ce#lln  O.Na)2-IIS8OMdol.-Gew.  648,48.

Weißes,  kristallinisches,  an  feuchter  Luft  zerfließendes
Pulver,  das  sehr  leicht  in  Wasser  und  Weingeist  löslich  ist.
Die  Lösungen  verändern  Lackmuspapier  nicht.

Baryumnitratlösung  ruft  in  der  wässerigen  Lösung  des
Physostigminsulfats  einen  weißen,  in  verdünnten  Säuren
unlösliehen  Niedersehlag  hervor;  Eisenchloridlosung  färbt  die
Lösung  nicht  violett.

Hinsichtlich  seines  sonstigen  Verhaltens  muß  Physostigminsulfat
  dem  Physostigminsalicylat  entsprechen.