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Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Rinde  enthält
zahlreiche,  auf  dem  Querschnitt  in  tangentialen  Reihen  an—
geordnete  Sklerenchymfaserbündel.  Im  Holkkörper  liegen
Gruppen  von  wenigen  Gefäßen,  die  bisweilen  auch  von
Fasern  begleitet  werden.  Die  langen,  schmalen,  mäßig  ver—
dickten,  farblosen,  wenig  oder  nicht  verholzten  Fasern  be—
sitzen  zuweilen  gegabelte  Enden.  Schleimzellen  finden  sich
zerstreut  in  der  Rinde  und  im  Holzkörper.  Die  Parenchym—
zellen  sind  dicht  gefüllt  mit  Stärke  oder  enthalten  Kristall—
drusen.  Die  meist  einfachen  Stärkekörner  sind  3  bis  25%
lang,  oval,  gestreckt  oder  nierenförmig  gebogen,  bisweilen
mit  einem  Längsspalt  versehen.

Das  Pulver  ist  gelblichweiß  und  gekennzeichnet  durch
die  massenhaft  vorhandenen  Stärkekörner,  die  Fasern,  die
Schleimzellen,  durch  spärliche  Bruchstücke  von  Gefäßen,
besonders  solchen  mit  Netzleisten,  und  Kristalldrusen.

Eibischwurzel  darf  nicht  mißfarbig  sein  und  nicht  dumpfig
riechen.  Der  Schleim,  den  Eibischwurzel  mit  der  zehnfachen
Menge  kaltem  Wasser  gibt,  darf  nur  schwach  gelblich  sein
und  Lackmuspapier  kaum  verändern.

Radix  Angelicae.  —  Angelikawurzel.

Die  getrockneten  Wurzelstöcke  und  Wurzeln  von  Archangelica
  ollcinalis  Hoßmann.  Bei  der  in  den  Handel
kommenden  Angelikawurzel  ist  der  Wurzelstock  gewohnlich  der
Lange  nach  durchschnitten,  bisweilen  sind  die  Wurzeln  zu
einem  Zopfe  verflochten.

Der  kurze,  bis  5  cm  dicke,  durch  Blattreste  geschopfte
Wurzelstock  ist  fein  geringelt.  Die  zahlreichen,  bis  1  cm  dicken