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Brechwurzel)  in  einen  Kolben  ab,  fügt  etwa  50  com  Wasser
und  die  frisch  bereitete  Lösung  eines  Körnchens  Ogematorulin
in  1  cem  Weingeist  binzu  und  läßt  unter  Umschwenken  so  viel
10.Normal-Kalilange  zufließen,  bis  die  Mischung  eine  stark
gelbe,  beim  kräftigen  Umschwenken  rasch  in  Blaulichviolett
übergehende  Färbung  angenommen  hat.  Hierzu  dürfen
höchstens  2,6  cem#  Normat!  Kalilauge  erforderlich  sein,  sodaß
  mindestens  2,1  cem  10-Normal-Salzsäure  zur  Sättigung
der  vorhandenen  Alkaloide  verbraucht  werden,  was  einem
Nindestgehalte  von  1,99  Prozent  Alkaloiden  entspricht  (lecm
*?0-Normal=  Salzsäure  0,02482  g  Alkaloide,  berechnet  auf
Emetin,  Haematorylin  als  Indikatoy.

Vorsichtig  aufzubewahren.

Radik  Levistici.  —  Liebstöckelwurzel.

Die  getrockneten  Wurzelstöcke  und  Wurzeln  von  Levisticum
oflicinale  Locsi.

Der  Wurzelstock  ist  kurz,  nicht  gekammert,  hellgraubraun,
geringelt,  bis  4  cm  dick,  vor  dem  Trocknen  meist  der  Länge
nach  gespalten  und  trägt  zuweilen  an  der  Spitze  Blattreste.
Die  gleichfarbigen,  mäßig  verzweigten  Wurzeln,  in  die  der
Wurzelstock  nach  unten  zu  übergeht,  sind  meist  stark  langsrunzelig,
  im  oberen  Teile  geringelt.  Die  weißliche  Ninde
ist  bedeutend  dicker  als  das  gelbe  Holz;  sie  ist  sehr  lückig
und  führt  zahlreiche  schizogene  Sekretgange.  Liebstockelwurzel
riecht  eigenartig  würzig  und  schmeckt  anfangs  süßlich,  dann
scharf  würzig  und  etwas  bitter.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Sekretgänge  der
Wurzel  sind  meist  ebenso  weit  oder  wenig  weiter,  als  die