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weitesten  Gefäßöffnungen  des  sehr  gefäßreichen  Holzes.  Ihr
Durchmesser  beträgt  40  bis  80  4,  ausnahmsweise  bis  160  4.
Sie  enthalten  ein  braungelbes  Sekret.  Die  Parenchymzellen
enthalten  kleinkörnige  Stärke.

Radix  Liquiritiae.  —  Süßbolz.

Die  getrockneten,  geschälten  Wurzeln  und  Ausläufer  von
Glycyrrhiza  glabra  Linns.

Die  Wurzel  ist  meist  unverzweigt,  bis  über  1  m  lang,
bis  4  cm  dick,  spindelförmig,  am  oberen  Ende  oft  keulig
verdickt.  Die  Ausläufer  sind  den  Wurzeln  ähnlich,  jedoch
walzenförmig.  Beide  sind  bellgelb,  mit  feinen,  von  der  Oberflache
  sich  ablösenden  Fasern  versehen,  zähe,  auf  dem  Bruche
langfaserig  und  grobsplitterig.  Der  Querschnitt  zeigt  eine
hellgelbe,  bis  4  mm  dicke  Rinde  und  ein  gelbes  Holz.  Das
Holz  ist  geradstrahlig,  vielfach  längs  den  deutlich  sichtbaren
Markstrahlen  gespalten.  Die  Auslaufer  besitzen  ein  kantiges
Mark,  das  den  Wurzeln  fehlt.  Süßholz  riecht  schwach,
eigenartig  und  schmeckt  füß.

Mikroskopische  Untersuchung.  In  der  Rinde  und
im  Holzkörper  sind  zahlreiche,  von  Kristallkammer  fasern
begleitete  Gruppen  langer,  geschichteter,  stark  verdickter  Fasern
vorhanden.  In  der  Rinde  finden  sich  zusammengedrückte
Siebstränge,  im  Holze  sehr  weite,  vereinzelt  oder  in
Gruppen  von  2  bis  4  stehende,  meist  kurzgliederige,  gelbe
Tüpfel=  und  Netzleistengefäße.  Die  Markstrablen  des  Holzes
sind  3  bis  8  Zellen  breit.  Außer  in  den  Kristallkammerfasern
kommen  fünf  bis  sechseckige,  oft  langliche  Einzelkristalle  in
Rinde  und  Holz  zerstreut  vor.  In  den  Parenchumzellen