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Resorcinum.  —  Resorein.
Ce  H.  (OI):  #  3)  Mol.-Gew.  1  10,05.

Farblose  oder  schwach  gefärbte  Kristalle.  Resorcin  riecht
schwach  eigenartig,  schmeckt  süßlich  und  kratzend  und  löst  sich
in  1  Teile  Wasser,  1  Teile  Weingeist,  leicht  in  Äther  und
Glycerin,  schwer  in  Chloroform  und  Schwefelkohlenstoff.
Beim  Erbitzen  verflüchtigt  es  sich.  Die  wässerige  Lösung
rötet  Lackmuspapier  nicht  oder  nur  schwach.

Schmelzpunkt  110%  bis  1115.

Bleiessig  fällt  aus  der  wässerigen  Lösung  (1  +  19)  einen
weißen  Niederschlag.  Beim  vorsichtigen  Erwärmen  von  6,058
Resorcin  mit  0,1  g#  Weinsäure  und  10  Tropfen  Schwefelsäure
erhält  man  eine  dunkelkarminrote  Flüssigkeit.

Die  wässerige  Lösung  (14  19)  muß  farblos  sein  und
darf  beim  Erwärmen  nicht  nach  Phenol  riechen.

Vor  Licht  geschützt  aufzubewahren.

Rhizoma  Calami.  —  Kalmus.

Der  im  Herbst  gesammelte,  gesehälte,  meist  der  Lange
nach  gespaltene,  getrocknete  Wurzelstock  von  corus  calamus
Linns.

Der  bis  20  cm  lange  und  bis  1,5  enm  dicke,  leichte
Wurzelstock  zeigt  eine  gleichmäßige,  gelblichweiße  Farbe  mit
schwach  rötlichem  Schein.  Stellenweise  erkennt  man  an
seiner  Außenseite  in  etwas  unregelmäßigen  Zickzacklinien  an—
geordnete,  deutlich  umschriebene,  kreisrunde,  hellbraune  Wurzel—
narben.  Kalmus  bricht  kurz  und  körnig,  und  der  gelblich—