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Wurzeln,  die  fast  glatt  brechen.  Der  Wurzelstock  bricht
hornartig.  Hydrastisrhizom  riecht  schwach  und  schmeckt  bitter;
es  färbt  beim  Kauen  den  Speichel  gelb.

1  Teil  Hydrastisrhizom  gibt  mit  100  Teilen  Wasser
einen  gelben,  bitter  schmeckenden  Auszug.  Mischt  man  2  cem
davon  mit  1  cem  Schwefelsäure  und  überschichtet  mit  Chlorwasser,
  so  bildet  sich  zwischen  den  beiden  Flüssigkeiten  eine
dunkelrote  Zone.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  dicke  Ninde  des
Wurzelstocks  ist  von  einem  aus  wenigen  Reihen  flacher,  unverdickter
  Zellen  bestehenden  Korke  bedeckt.  Um  das  große
Mark  herum  liegt  ein  Kranz  von  10  bis  20,  meist  14,  oft
schief  verlaufenden  und  durch  breite  Markstrahlen  getrennten
Leitbündeln,  deren  Holzteil  Tüpfelgefäße  und  derbe  eklerenchymfaserstreifen
  führt.  Die  Hauptmasse  des  Wurzelstocks
wird  von  Parenchym  gebildet,  dessen  Zellen  teils  Stärke,
teils  gelbe,  formlose  Massen  enthalten.  Die  Stärkekörner
sind  meist  einfach,  rundlich,  seltener  aus  2  bis  4  Teilkörnern
zusammengesetzt,  meist  von  4  bis  8  #,  selten  bis  20¼  Durchmesser.
  Steinzellen  fehlen.  Die  Wurzeln  zeigen  kein  Dickenwachstum.
  Sie  besitzen  eine  aus  dünnwandigen  Zellen  bestehende
  Endodermis  und  in  ihrer  Mitte  einen  meist  vierstrahligen
  Holzkorper.  Legt  man  einen  dünnen  Querschnitt  des
Wurzelstocks  in  einen  Tropfen  Salpetersäure,  so  entstehen  in
dem  Gewebe  sofort  sehr  zahlreiche,  gelbe,  nadelformige  Kristalle.

Gehaltsbestimmung.  6  g  mittelfein  gepulvertes  Hydrastisrhizom
  übergießt  man  in  einem  Arzneiglase  mit  60  8
Ather  und  nach  kräftigem  Umschütteln  mit  10  cem  Ammoniakflüssigkeit
  und  läßt  das  Gemisch  unter  häufigem,  kräftigem
Umschütteln  3  Stunden  lang  stehen.  kach  vollstandiger