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Khizoma  Rhei.  —  Rhabarber.

Der  bis  in  die  Nähe  des  Kambiums  von  der  Rinde
befreite,  getrocknete  Wurzelstock  von  Rheum  palmatum  ¼/%%
und  Rheum  ollicinale  Baillon.

Kleinere,  ungeteilte  Stücke  von  spindelförmiger  bis  zylindrischer
  Gestalt,  oder  größere  Spaltstücke  mit  meist  gewölbter
Außenseite  und  fast  flacher  Innenseite;  bisweilen  auch  durchbohrte
  Stücke.  Die  harten,  schweren,  gelben,  meist  etwas
bestäubten  Stücke  zeigen  einen  körnigen,  brockelnden,  rötlichen
Querbruch.  Auf  dem  geglätteten  Querschnitt  erkennt  man
in  einer  weißlichen  Grundmasse  eine  deutliche,  vrangerote
Marmorierung;  mit  der  Lupe  ist  am  Rande  der  Querschnirtsfläche
  eine  deutliche,  radiale  Streifung  festzustellen,  auf  die
nach  innen  zu  zunächst  eine  schmale,  unregelmaßig  marmorierte
Schicht,  darauf  eine  breite  Schicht  folgt,  die  durch  Leitbündel
in  der  Form  regelmäßiger  Sterne  gezeichnet  erscheint;  in  der
Mitte  beobachtet  man  eine  sternförmige  ZJeichnung  oder  unregelmäßig
  verlaufende  Leitbündel.

Rhabarber  riecht  milde,  eigenartig  und  schmeckt  schwach
würzig  bitter,  nicht  schleimig;  er  knirseht  beim  Kauen  stark
zwischen  den  Zähnen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Das  Grundparenchym
besteht  aus  dünnwandigen  Zellen,  die  auffallend  große  Calciumvralatdrusen
  oder  kleine,  einfache  oder  aus  2  bis  4  Körnchen
zusammengesetzte  Stärkekörner  oder  aber  einen  stark  gelben
Farbstoff  enthalten.  Die  sternförmige  Zeichnung  des  Grundgewebes
  wird  gebildet  durch  konzentrische,  offene  Leitbündel,
die  innen  Siebgewebe,  außen  Holzgewebe  enthalten.  Der
Holzteil  dieser  Leitbündel  besteht  in  der  Hauptmenge  aus