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Parenchym,  in  dem  vereinzelte,  großlumige  Treppen-  oder
Netzgefäße  liegen.  Die  Leitbündel  werden  radial  von  zahl—
reichen  Markstrahlen  durchlaufen,  deren  Zellen  einen  gelben
Farbstoff  führen.

Das  orangegelbe  Mulver  ist  gekennzeichnet  durch  die  Pa—
renchymfetzen,  die  kleinen  Stärkekörner,  die  bis  über  1004
großen  Calciumoralatdrusen  und  die  Zellen,  deren  gelber
Inhalt  sich  mit  Kalilauge  rot  färbt;  ferner  durch  Bruchstücke
von  Netzleistengefäßen  und  viele  freiliegende  Stärkekörner,  die
meist  10  bis  17  u  groß  sind.  Steinzellen,  Sklerenchym—
fasern  sowie  gelbe  Kleisterklumpen  (Kurkuma)  dürfen  nicht
vorhanden  sein.

0,01  g  Nhabarberpulver  liefert  nach  dem  Kochen  mit
10  cem  einprozentiger  Kalilauge  ein  Filtrat,  das,  mit  Salzsäure
  schwach  übersättigt  und  dann  sofort  mit  10  cem  Ather
ausgeschüttelt,  diesen  gelb  färbt.  Schüttelt  man  dann  den
Ather  mit  5  cem  Ammoniakflüssigkeit,  so  färbt  sich  diese
kirschrot,  während  der  Äther  gelb  bleibt.

5  F  feines  Rhabarberpulver  werden  mit  50  cem  eines
Gemisches  von  gleichen  Teilen  Weingeist  und  Wasser  unter
öfterem  Umschütteln  24  Stunden  lang  stehen  gelassen.  Hierauf
filtriert  man  20  cem  der  Flüssigkeit  ab,  dampft  sie  in  einem
gewogenen  Schälchen  ein  und  trocknet  den  Rückstand  bei
105“  bis  zum  gleichbleibenden  Gewichte.  Sein  Gewicht  musG
mindestens  0,7  g  betragen,  was  einem  Ertraktgehalte  von
mindestens  35  Prozent  entspricht.

Nhabarberpulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens  12  Prozent
  Rückstand  hinterlassen.