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Semen  Papaveris.  —  Mohnsamen.

Die  reifen,  weißlichen  Samen  von  Papaver  somniferum
Linns.

Mohnsamen  ist  nierenförmig,  I  mmm,  seltener  bis  1,5  mm
lang.  Die  Oberfläche  der  Samenschale  erscheint  unter  der  Lupe
von  einem  sechseckige  Maschen  bildenden  Leistennetze  bedeckt.
In  der  Einbuchtung  des  Samens  erkennt  man  den  gelben,
schwach  erhöhten  Nabel.  Im  Innern  des  Samens  liegt  der
gekrümmte  Keimling,  der  von  weißem,  ölreichem  und  stärkefreiem
  Endosperm  umgeben  ist.

Mohnsamen  ist  geruchlos  und  schmeckt  mild  ölig,  nicht  ranzig.

Semen  Sabadillae.  —  Sabadillsamen.

Die  reifen  Samen  von  Schoenccaulon  ollicinale
(Schlechtendal)  Asa  Cnay.

Sabadillsamen  ist  länglich-lanzettlich  bis  lanzettlich,  5  bis
9  mm  lang,  bis  2  mm  dick,  am  einen  Ende  abgerundet,
am  anderen  scharf  zugespitzt,  etwas  gekrümmt,  unregelmäßig
kantig,  mit  fein  längsrunzeliger,  glänzend  schwarzbrauner,
dünner  Samenschale.  Auf  einem  medianen  Längsschnitt  läßt
sich  mit  der  Lupe  erkennen,  daß  unter  der  sehr  dünnen
Samenschale  ein  umfangreiches,  hornartiges,  weißliches  bis
graubräunliches  Endosperm  liegt,  das  an  der  abgerundeten
Basis  einen  kleinen  Keimling  umschließt.

Sabadillsamen  sind  geruchlos  und  schmecken  anhaltend
bitter  und  scharf.  Das  Pulver  wirkt  niesenerregend.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Oberhaut  der
Samenschale  besteht  aus  in  der  Längsrichtung  des  Samens