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Grunde  des  Samens.  Nach  dem  Einweichen  des  Samens  in
Wasser  läßt  sich  der  gerade,  aus  zwei  flachen  Keimblättern  und
einem  kurzen  Würzelchen  bestehende,  reinweiße  Keimling  leicht
aus  dem  Endosperm  herauslösen.  Die  Samen  riechen  schwach,
eigenartig  und  schmecken  sehr  bitter.

Wird  ein  trockener  Ouerschnitt  des  Samens  mit  einem
Tropfen  Schwefelsäure,  die  mit  dem  vierten  Teile  ihres
Gewichts  Wasser  verdünnt  ist,  bedeckt,  so  färben  sich  das
Endosperm  und  mindestens  die  äußeren  Teile  der  Keimblätter
tiefgrün.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  dünne  Samenschale
  besteht  aus  einer  großzelligen  Epidermis  und  einer
darunter  gelegenen,  zusammengefallenen  Nährschicht.  Die
Epidermiszellen,  die  zu  langen,  einzelligen,  von  der  Mitte
der  Außenwand  ausgehenden,  über  dem  Grunde  umgebogenen,
nach  der  Spitze  der  Samen  zu  gerichteten  Haaren  ausgewachsen
  sind,  besitzen  leistenförmig-verdickte  Radialwände.
Das  weiße  Endosperm  ist  auf  dem  Querschnitt  etwa  ebenso
dick  wie  ein  Keimblatt  und  führt  häufig  neben  Fett  spärliche,
kleine,  rundliche  Stärkekörner  von  höchstens  8  u  Durchmesser
Im  Keimling  ist  selten  Stärke  vorhanden.  Oralatdrusen
kommen  im  Gewebe  des  Keimlings  nicht  vor.

Vorsichtig  aufzubewahren.

Semen  Strychni.  —  Brechnuß.

Die  reifen  Samen  von  Strychnos  nux  vomica  Linnc.
Gehalt  mindestens  2,5  Prozent  Alkaloide  (Strychnin,
CnlIO,N.,  und  Brucin,  C#ulleONe,  wovon  wenig  mehr