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Strychninum  nitricum.  —  Strychninnitrat.
CaEHaO.  N.  ·  HNO  Mol.-Gew.  397,21.

Farblose,  sehr  bitter  schmeckende  Kristallnadeln.  Strychninnitrat
  löst  sich  in  90  Teilen  Wasser  von  155  und  in
3  Teilen  siedendem  Wasser  sowie  in  70  Teilen  Weingeist
von  15f%  und  in  5  Teilen  siedendem  Weingeist;  in  Ather,
Chloroform  und  in  Schwefelkohlenstoff  ist  es  fast  unlöslich.
Die  Lösungen  verändern  Lackmuspapier  nicht.

Beim  Kochen  eines  Körnchens  Strychninnitrat  mit  Salzsäure
  tritt  Rotfärbung  ein.  Aus  der  wässerigen  Lösung
scheidet  Kaliumdichromatlösung  rotgelbe  Kriställchen  ab,  die,
nach  dem  Abfiltrieren  und  Auswasehen  mit  Wasser  mit
Schwefelsäure  in  Berührung  gebracht,  vorübergehend  eine
blauviolette  Färbung  annehmen.

0,05  g  Strychninnitrat  lösen  sich  in  1  cem  Schwefelsäure
  ohne  Färbung;  beim  Verreiben  mit  einem  Körnchen
Kaliumpermanganat  nimmt  diese  Lösung  eine  wenig  beständige
blauviolette  Färbung  an.

Beim  Verreiben  mit  Salpetersäure  darf  Strychninnitrat
sich  gelblich,  jedoch  nicht  rot  färben  (Brucin).

Durch  Trocknen  bei  100%  darf  Strychninnitrat  kaum
an  Gewicht  verlieren;  beim  Verbrennen  darf  es  höchstens
0,1  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Sehr  vorsichtig  aufzubewahren.

Größte  Einzelgabe  0,005  K.
Größte  Tagesgabe  0,01  g.