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sowie  in  2  Teilen  Natronlauge  und  in  etwa  1100  Teilen
Wasser.  In  Wasser  sinkt  Thymol  unter;  geschmolzenes
Thomol  schwimmt  dagegen  auf  Wasser.  Mit  Wasserdämpfen
ist  Thymol  leicht  flüchtig.

Erstarrungspunkt  49%  bis  500.

Die  Lösung  eines  Kriställchens  Thymol  in  1  cem  Essigsäure
  wird  durch  6  Tropfen  Schwefelsäure  und  1  Tropfen
Salpetersäure  schön  blaugrün  gefärbt.

In  einer  wässerigen  Thymollösung  wird  durch  Bromwasser
eine  milchige  Krübung,  jedoch  kein  kristallinischer  Niederschlag
hervorgerufen  (Bbenol).  Die  Lösung  des  Thymols  in  Wasser
darf  Lackmuspapier  nicht  verandern  und  durch  Eisenchloridlösung
  nicht  violett  gefärbt  werden  (Phenol).

Thymol  muß  sich  beim  Erhitzen  im  Wasserbade  verflüchtigen
und  darf  böchstens  0,1  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Tincturae.  —  Tinkturen.

Tinkturen  sind  dünnflüssige,  gefärbte,  weingeistige,  weinige
oder  wässerige  Auszüge  aus  Pflanzen=  oder  Tierstoffen.  Auch
weingeistige  Lösungen  solcher  oder  anderer  Arzneistoffe  können
als  Tinkturen  bezeichnet  werden.

Tinkturen  werden,  wenn  etwas  anderes  nicht  vorgeschrieben
ist,  in  der  Weise  bereitet,  daß  die  Arzneistoffe  mit  der  zum
Auszieben  vorgeschriebenen  FKlüssigkeit  übergossen  und  in  gur
verschlossenen  Flaschen  an  einem  schattigen  Orte  bei  Jimmerremperatur
  unter  wiederholtem  Umschütteln  !  Woche  lang
steben  gelassen  werden.  Alsdann  wird  die  Flüssigkeit  durchgeseiht,
  wenn  notig  durch  Pressen  von  dem  nicht  gelosten