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1006,  löst  dann  die  Morphinkristalle  in  25  cem  ½%-Normal-Salzsäure,
  gießt  die  Losung  in  einen  Meskolben  von  100  cem
Inhalt,  wäscht  Filter,  Kölbchen  und  Stopsel  sorgfältig  mit
Wasser  nach  und  verdünnt  die  Lösung  sehließlich  auf  100  cem.
Von  dieser  Lösung  mißt  man  50  cem  (=  20  8  einfache
Opiumtinktur)  in  eine  etwa  200  cem  fassende  Flasche  aus
weißem  Glase  ab  und  fügt  etwa  50  cem  Wasser  und  so  viel
Atber  binzu,  daß  die  Atherschicht  die  Höhe  von  etwa  1  cm
erreicht.  Nach  Zusatz  von  10  Tropfen  Jodeosinlösung  läßt
man  alsdann  so  lange  ½0-Normal-Kalilange,  nach  jedem
Jusatz  die  Mischung  kräftig  umschüttelnd,  zufließen,  bis  die
untere,  wässerige  Schicht  eine  blaßrote  Färbung  angenommen
hat.  Aus  der  Anzahl  der  zur  Sättigung  des  Morpbins
verbrauchten  Kubikzentimeter  ½10-Normal-Salzsäure  ergibt
sich  durch  Multiplikation  mit  0,1425  der  Morphingehalt
in  100  ;  einfacher  Opiumtinktur.

Die  Gehaltsbestimmung  der  eingestellten  einfachen  Opiumtinktur
  erfolgt  in  der  gleichen  Weise,  wie  vorstehend  beschrieben.
  Es  müssen  5,5  cem  ½0-Normal-Kalilange  erforderlich
  sein,  so  daß  7  cem  1l/10-Normal-Salzsäure  zur
Sattigung  des  vorhandenen  Morphins  verbraucht  werden,
was  einem  Gebalte  von  1  Prozent  Morphin  entspricht
(1  ccm  u  Normal-Salzsäure  —  0,02852  g  Morphin,  Jodeosin
  als  Indikator).

Vorsichtig  aufzubewahren.
Größte  Einzelgabe  1,5  g.
Größte  Tagesgabe  5,0  K.