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Tragacantha.  —  Traganth.

Der  aus  den  Stammorganen  zahlreicher  kleinasiatischer
Astragalus-Arten  ausgetretene,  an  der  Luft  erhärtete  Schleim.

Traganthb  bildet  blattartige,  bandartige  oder  sichelförmige,
flache,  weiße,  durchscheinende,  nur  ungefähr  1  bis  3  mm
dicke  und  mindestens  0,5  cm  breite,  oft  gestreifte  Stücke.
Er  ist  von  hornartiger  Beschaffenheit,  schwer  zu  pulvern,
kurz  brechend,  geruchlos  und  schmeckt  fade  und  schleimig.
Mit  50  Teilen  Wasser  übergossen  quillt  Traganth  allmählich
zu  einer  etwas  trüben,  gallertigen  Masse  auf,  die  mit  Natronlauge
  beim  Erwärmen  auf  dem  Wasserbade  gelb  wird.

Mikroskopische  Untersuchung.  Läßt  man  zu  dünnen,
in  Glycerin  liegenden  Querschnitten  von  Traganth  Wasser
fließen,  so  erkennt  man  unter  dem  Mikroskope  zahlreiche,  geschichtete
  Schleimzellhbänte  und,  von  diesen  umschlossen,
Gruppen  von  meist  rundlichen,  teilweise  zusammengesetzten
Stärkekornern,  deren  Durchmesser  meistens  6  bis  10  u,  ausnahmsweise
  bis  20  4  beträgt.

Das  weiße  Mulver  zeigt  unter  dem  Mikroskope  neben
Bruchstücken  der  Schleimzellhäute  nur  die  einzelnen  oder  zu
Gruppen  vereinigten  Starkekörner.  Es  muß  frei  sein  von
verkleisterter  Starke,  Dertrin  und  Gummil.

Traganthpulver  darf  beim  Verbrennen  böchstens  3,5  Prozent
  Rückstand  hinterlassen.

Zur  Herstellung  des  Pulvers  wird  Traganth  bei  einer
5/)  nieht  übersteigenden  Wärme  getrocknet.