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Tubera  Aconiti.  —  Eisenhutknollen.
Tuber  Aconiti  P.  I.

Die  zu  Ende  der  Blütezeit  gesammelten,  von  den  Wurzeln
befreiten,  rasch  getrockneten  Tochterknollen  wildwachsender
Pflanzen  von  Aconitum  napellus  Linné.

Die  Knuolle  ist  rübenförmig,  am  unteren  Ende  in  eine  mehr
oder  weniger  erhaltene,  sehlanke  Spitze  auslaufend,  bis  über
2  cmm  dick  und  4  bis  8  cm  lang,  hart,  prall  oder  etwas  längsrunzelig,
  außen  dunkelbraun,  innen  weiß.  An  der  Spitze  zeigt
sie  eine  Knospe  oder  deren  Uberreste,  oben  seitlich  die  Bruchnarbe
des  kurzen  Verbindungsstückes  mit  der  Mutterknolle  und  stellenweise
  die  bellen  Narben  der  abgeschnittenen  Wurzeln.  Der  Bruch
ist  kurz  und  mehlig.  Die  Knollen  sind  geruchlos  und  schmecken
anfangs  süßlich,  dann  kratzend  und  schließlich  scharf  würgend.

Mikroskopische  Untersuchung.  Ein  durch  die  Mitte
der  Knolle  geführter  Querschnitt  zeigt  eine  dünne,  dunkelbraune
  primare  und  eine  dicke,  weiße  sekundäre  Rinde,  ein
sternförmiges,  fünf=  bis  achtstrahliges  Kambium,  in  dessen  vorgezogenen
  Spitzen  Holzstränge  liegen,  und  ein  großes,  weißes
Mark.  Hauptsächlich  in  der  primären  Rinde  finden  sich
einzeln  liegende  Steinzellen  mit  gleichmäßig  verdickten,  verbolzten
  Wänden  und  deutlichen  Tüpfelkanälen.  Das  innerhalb
  der  aus  dünnwandigen  Zellen  bestehenden  Endodermis
gelegene  Parenchym  enthält  reichlich  Stärke  in  rundlichen,
meist  8  bis  15  ¼  großen,  einfachen  oder  in  etwas  größeren,
aus  2  bis  5  Teilkörnern  bestehenden  zusammengesetzten  Körnern.

Vorsichtig  aufzubewahren.

Größte  Einzelgabe  O,  Lg.
Größte  Tagesgabe  0,3  K.