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geruchlosen  Flüssigkeit.  Unter  dem  Mikroskop  erscheint  es
weder  körnig  noch  kristallinisch.  Es  ist  unlöslich  in  Wasser,
wenig  löslich  in  Weingeist,  leicht  löslich  in  Chloroform  und
in  Äther.

Schmelzpunkt  35%  bis  406.

20  Teile  heißes  Wasser,  die  mit  5  Teilen  Vaselin  geschüttelt
  worden  sind,  müssen  auf  Zusatz  von  2  Tropfen  Phenolphthaleinlösung
  farblos  bleiben,  dagegen  auf  weiteren  SJusatz
von  0,1  cem  ½0-Normal-Kalilange  gerötet  werden  (Alkalien,
Sauren).

Eine  Mischung  von  3  cem  Natronlange  und  20  cem
Wasser,  die  mit  5  Teilen  Vaselin  unter  Umschütteln  zum
Sieden  erhitzt  worden  ist,  darf  nach  dem  Erkalten  beim
Ubersättigen  mit  Salzsäure  keine  Ausscheidung  geben  (verseifbare
  Fette  und  Harze).

Wird  Vaselin  mit  der  gleichen  Raummenge  Schwefelsäure
  in  einer  mit  Schwefelsäure  gespülten  Schale  zusammengerieben,
  so  darf  sich  das  Gemisch  innerhalb  einer  halben
Stunde  höchstens  bräunen,  aber  nicht  schwärzen  (organische
Verunreinigungen).

Veratrinum.  —  Veratrin.

Weißes,  lockeres,  heftig  zum  Niesen  reizendes  Pulver
oder  weiße,  amorphe  Massen.

In  siedendem  Wasser  löst  sich  Veratrin  nur  wenig;
die  filtrierte  Lösung  schmeckt  scharf,  nicht  bitter  und  bläut
Lackmuspapier  nur  langsam.  Veratrin  löst  sich  in  4  Teilen
Weingeist,  in  2  Teilen  Chloroform  und  in  10  Teilen