Schwierigkeit  machte  nur  noch  die  Art,  in  der  man  den
Agenten  der  Kurie  gegenüber  autorisieren  sollte,  weil,  wie
Friedrich  an  Diest  schreibt  1%),  „Meine  Religion  und  meine  Lage
gegenüber  diesem  Hofe  mir  nicht  erlaubt,  mich  nach  dem  Beispiele
  der  katholischen  Fürsten  zu  richten.“  Coltrolini  sollte
schließlich  selbst  den  Entwurf  einer  Bevollmächtigung  einreichen,
was  auch  geschah.  In  einem  Erlasse  vom  7.  Oktober  1747  18)
wird  dem  Agenten  bedeutet,  sich  in  der  oben  angegebenen
Weise  der  Interessen  Preußens  anzunehmen:  „L’  objet  ordinaire
de  vos  attentions  sera  en  general  d’  abord  de  veiller  aux  intrigues
  etc.“,  besonders  aber  endlich  für  die  Wahl  des  Fürsten
Schaffgotsch  zum  Bischof  von  Breslau  die  Anerkennung  des
Papstes  zu  bewirken:  „terminer.  ..  ..  .  ’  affaire  de  promotion
  du  prince  de  Schaffgotsch  &amp;  !’  eväch€&amp;  de  Breslau  etc.“
Hierbei  spricht  Friedrich  den  wohl  beachtenswerten  Grundsatz
aus,  daß  es  für  einen  König  unwürdig  wäre,  über  Rechte  mit
der  Kurie  zu  diskutieren,  die  dem  Herrscherr  von  Gott  allein
gegeben  seien,  geschweige  denn  einer  Entscheidung  des  Papstes
über  solche  Rechte  sich  zu  unterwerfen.  16)

Keinen  akkreditierten  und  charakterisierten  Mann  wollte
Friedrich  ernennen  17);  er  habe  lediglich  aus  landesväterlicher
Fürsorge  für  seine  andersgläubigen  Untertanen  den  Agenten
beauftragt,  ohne  ihn  ımit  Charakter  oder  Beglaubigungsbriefen
zu  versehen.

Tatsächlich  ist  auch  die  „affaire  de  promotion  du  prince
Schaffgotsch“  für  Coltrolinis  Tätigkeit  der  Haupigegensiand
geworden.  Er  und  der  ihm  unter  seinem  aniänglichen  Widerspruch
  3)  beigegebene.  Abbe  Bastiani  haben  viele  Schreiben

1)  Lehmann,  II.  8,

35)  Lehmann,  III.  24.

16)  Näheres  hierüber  und  umfangreiche  Literatur  bei  Stutz,  Anhang  30.
IT,  Lehmann,  III  57.

18)  Lehmann,  III.  75.

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