86  England  im  Wirtschaftekrieg.

Britisch-Znden.  533,  (1908:  306,9)
Australischer  Bnnd  276,7  („„  189,9)
Britisch-Westafriicaa  118,6  C„  58,9)
Agoten:  111,7□.  6,1)
Britisch-Südafricaa  67,2  Cd  63,8)
Kanda  58,1  (  „  7,.,1)
Ceollooon  40,0  0.  17,5
Britisch-Malakka  238  („  17,8)
Neufundlndo  15,3  („  13,

1244,7  (1908:  714,2

Mit  dieser  Summe  von  rund  1¼  Ailliarden  Mark  standen  die
britischen  Kolonien  an  dritter  Stelle  der  deutschen  Einfuhr,  nicht  weit
binter  den  Vereinigten  Staaten  und  Rußland,  unserer  Einfuhr  aus  Groß--britannien
  selbst  um  rund  50%  überlegen!  Zu  beachten  ist  auch  die  rasche
und  starke  Steigerung  gerade  dieser  Einfuhr  zu  einer  Zeit,  in  der  unsere
Gesamteinfuhr  vergleichsweise  nur  von  7,7  auf  10,7  Milliarden,  der  Anteil
der  britischen  Kolonien  also  in  wesentlich  schnellerem  Zeitmaß  stieg.  England
und  Kolonien  zusammen  lieferten  uns  beträchtlich  über  2  Milliarden  Mark
an  Erzeugnissen  aller  Art,  also  ein  gutes  Fünftel  unserer  Gesamteinfuhr.
Oas  war  doch  nicht  nur  unser  Vorteil,  sondern  in  mindestene  gleichem
Maße  der  Vorteil  der  Ausführenden.

Unsere  Ausfuhr  nach  den  britischen  Kolonien  stand  dagegen  weit
zurück.  Sie  betrug  1912  in  Millionen  Mark  nach:

Britisch-Indden.  107,5  (1908:  95,4)
Australischer  Bnd  87,6  (  „  58,0
Kanda  54,5  (J„  20,  )
Britisch-Sübafria  44  (  32,0)
Agpoooren  58,0  („  30,9)
Britisch-Westafri3ca  15,2  („  11,0
Britisch-Malakka  13,4  (  „  8,.5
Nu-  Seeland  8,9  C„  5,90)

369,4  (1908:  262,5)

Gesamtsumme  und  Wachstum  dieser  Ausfuhr  stehen  also  weit  zurück
hinter  der  Einfuhr.  In  unserer  Gesamtausfuhr  nehmen  die  englischen
Kolonien  erst  den  zehnten  Platz  ein.

Was  bezogen  wir  nun  vornehmlich  aus  den  britischen  Kolonien?
Die  je  10  Millionen  übersteigenden  Einzelposten  der  wichtigeren  Kolonien
waren  1912  für

1.  Australien:
Merinowollll  123,3
Kreuzzuchtwolllll  33,8.
Blelereez.  25,1