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lichkeiten  und  beteiligte  sich  auch  offiziell  an  den  Pariser  Wirtschaftekonferenzen,
  die  noch  vor  Italiens  Kriegserklärung  gegen  Deutschland
abgehalten  wurden.  Eine  Folge  der  ersten  Pariser  Konferenz  war  die
Mitteilung  Ztaliens  an  Deutschland,  daß  es  sich  an  das  mit  dem  Fürsten
Bülow  getroffene  Abkommen  nicht  mehr  gebunden  fühle.  Dieses  Abkommen
  war  bereite  im  Februar  1916  durch  Auedehnung  des  Berbots
des  Handels  mit  dem  Feinde  durchbrochen  worden,  und  zwar  mit  der
Begründung,  daß  der  Handel  mit  Deutschland  auch  Osterreich-  Ungarn
Vorteile  bringe  und  deshalb  unzulässig  sei.  Im  Sommer  1916  folgten
verschärfte  Verbote  des  Handels  mit  dem  Feinde  in  allgemeiner  Form
unter  Einbeziehung  Deutschlande.  Zur  Requirierung  deutscher  Schiffe
in  italienischen  Häfen,  allerdinge  gegen  Entschädigung,  hatte  Jtalien
sich  unter  englischem  Druck  bereits  Ende  1915  entschlossen,  nachdem
einen  Monat  nach  der  Kriegserklärung  an  Osterreich-Ungarn  der  Grundsatz
  öffentlich  festgestellt  worden  war,  daß  die  italienische  Regierung  sich
im  Fall  eines  Bombardements  unbefestigter  Orte  oder  der  Versenkung
von  Handeleschiffen  die  Beschlagnahme  entsprechender  Werte  vorbehalte.
Ummittelbar  nach  der  Kriegserklärung  gegen  Osterreich  war  durch  Plünderungen
  namentlich  in  Mailand  deutsches  Privateigentum  schon  in  großem
Umfange  in  Mitleidenschaft  gezogen.  Unter  dem  Druck  der  Presse  und
des  Pöbels  hatten  sich  die  von  deutscher  Seite  in  Italien  gegründeten
Bankunternehmungen  alebald  entschließen  müssen,  eine  Verdrängung
ihres  deutschen  Kapitals  durch  solches  der  Entente  zuzulassen.

Im  Sommer  1916  begann  die  italienische  Regierung  auch  zur
Zwangsverwaltung  und  Zwangeauflösung  feindlicher  Unternehmungen
in  Italien  zu  schreiten.  Geistiges  Eigentum  der  Deutschen  wurde
noch  bis  zum  Frühjahr  1917  respektiert.  Dagegen  war  unmittelbar
nach  dem  Abbruch  der  diplomatischen  Beziehungen  mit  der  Abschiebung
  bzw.  Internierung  der  Deutschen  in  Ztalien  begonnen
worden.  So  sehr  sich  Italien  auch  bemühte,  während  des  Krieges
seine  Industrie  in  allen  Zweigen  auf  eigene  Füße  zu  stellen  und  sich
von  deutscher,  aber  nicht  nur  von  deutscher,  sondern  ebensogut  auch
von  englischer  und  französischer  Fabrikateinfuhr  unabhängig  zu  machen,
so  sehr  fürchtete  es  anderseits  den  wirtschaftlichen  Nachkrieg,  da  Deutschland
  als  Abnehmer  italienischer  Erzeugnisse  normalerweise  nicht  ersetzbar
war.  Noch  im  Juli  1918  erklärte  der  Industrieminister  im  italienischen
Senat  auedrücklich,  daß  Italien  keine  Bereinbarungen  mit  seinen  Kriegsverbündeten
  über  die  Handelepolitik  nach  dem  Kriege  ohne  Zustimmung
des  Parlaments  treffen  werde.  —

Wenn  wir  uns  unter  Umgehung  der  kleinen  Ententevasallen  in
Europa  zu  den  überseeischen  Kriegführenden  wenden,  so  werden  wir

Dirx,  Wirtschaftskrieg  und  Kriegsrolrtschaft.  7