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und  ernste  Schäden  leiden  mußte.  Auch  in  der  Forstwirtschaft  gebot  die
Kriegswirtschaft  schweren  Raubbau,  dessen  Folgen  in  angestrengter
Arbeit  wieder  auszugleichen  sind.

Das  gleiche  gilt  in  nicht  geringem  Grade  auch  vom  Bergbau,  der
mit  schwächeren  Arbeitskräften  erhöhte  Produktion  leisten  mußte,  ohne
Rücksicht  auf  rationelle  Formen  der  Ausbeute.  Ungeheuer  ist  der  Kriegeverschleiß
  im  gesamten  Verkehrswesen.  Für  sachgemäße  Instandbaltung
  sowohl  der  Berkehrswege  wie  der  Verkehremittel  fehlten  wiederum
Zeit,  Arbeitskräfte  und  Hilfemittel.  Bei  wesentlich  gesteigerter  Znanspruchnahme
  aller  Wege  und  Nittel  des  Landverkehrs  war  das  nötigste  Hilfsmaterial
  durch  die  Kriegeumstände  zum  Teil  qualitativ  erheblich  verschlechtert,
  was  den  Berschleiß  sehr  beschleunigte.

Ebenso  muß  das  Baugewerbe  nicht  nur  durch  den  Umbau  kriegewirtschaftlicher
  Anlagen  in  solche  für  die  Friedenewirtschaft,  sondern  in
hohem  Grade  auch  durch  Nachholen  im  Kriege  notgedrungen  vernachlässigter
  Instandhaltungsarbeiten  sich  beim  wirtschaftlichen  Wiederaufbau
in  emsigster  Weise  regen.

Aun  hängt  aber  der  Grad  all  dieser  Beschäftigungen  in  der  Praxis
schließlich  ab  von  dem  Stand  der  Staats-,  Gemeinde-  und  Privatfinanzen,
  d.  h.  von  der  Art  der  Friedensbedingungen.  Bielleicht
in  noch  höherem  Grade  ist  der  Umbau  der  kriegswirtschaftlichen  Anlagen
in  solche  der  Friedenswirtschaft  von  der  Art  der  Friedensbedingungen
abbängig,  sowohl  von  dem  Wiedereinsetzen  der  Rohstoffbelieferung,  wie
von  den  Möglichkeiten  neuer  Verbindungen  mit  den  Auslandesmärkten.
Daß  wir  selbst  im  Falle  eines  sehr  günstigen  Friedene  nicht  gleich  wieder
im  ÜUberfluß  würden  schwelgen  können,  mußte  jedem  Einsichtigen  auch
während  des  Krieges  klar  geworden  sein.  Unter  allen  Umständen  mußte
noch  für  geraume  Zeit  mit  Einschränkungen  aller  Art  gerechnet  werden.
Nicht  nur  etwa  die  Sorge  um  unsere  Baluta  mußte  uns  Beschränkungen
der  Einfuhr  auferlegen;  nicht  nur  die  allgemeine  Knappheit  an  Frachtraum
  mußte  verbindern,  daß  wir  alebald  wieder  sorglos  wirtschaften
konnten,  es  war  auch  die  Tatsache  zu  berücksichtigen,  daß  der  Krieg  riesige
Werte  zerstört  hat,  die  erst  langsam  wieder  neugeschaffen  werden  können,
und  daß  durch  den  Krieg  die  Produktion  vieler  Güter  einer  großen  Einschränkung
  unterzogen  worden  ist.

Freilich,  auf  den  Rohstoffmärkten  des  Auslandes  hatten  sich  teilweise
ungeheure  Vorräte  angesammelt,  die  in  der  Zeit  der  Frachtraumnot  und
der  Absperrung  der  mitteleuropäischen  Märkte  keinen  genügenden  Absatz
fanden,  wie  etwa  Kaffee,  Tee,  Tabak  und  Gummi.  Für  andere  Roh—
stoffe  war  unter  den  Wirkungen  des  Krieges  die  Produktionssteigerung
eine  so  gewaltige,  daß  beim  Aufhören  des  Kriegsbedarfe  eine  große  Uber--