Das  Eude  des  Vandalen=  und  Oftgoteureicheo.  19

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blickten,  meinten  sie  der  Kampf  werde  sogleich  ein  Ende  nehmen,  wenn  der  Führer  falle.
Darum  drangen  die  Mutigsten  auf  ihn  ein  in  großer  Menge.  Lanzen  wurden  gegen  ihn
geschwungen  und  Wurfgeschosse  geschleudert,  aber  standhaft  hielt  Teja  mit  dem  deckenden
Schilde  alle  Speere  auf  und  stürzte  dann  wieder  plötzlich  hervor,  eine  Menge  der  Feinde
erlegend.  War  der  Schild  voll  von  darin  haftenden  Speeren,  so  gab  er  ihn  seinem
Schildträger  und  ergriff  einen  andern.  Aber  endlich  traf  den  Helden  doch  ein  Speer  in

Porta  Nigra  in  Trier.

die  Brust  und  tötete  ihn  sofort.  Trotzdem  dauerte  die  Schlacht  noch  bis  zum  übernächsten
  Tage  und  jetzt  gewährte  Narses  dem  letzten  Reste  eines  vormals  berühmten  und
großen  Volkes  freien  Abzug.  Gegen  Norden  zogen  sie,  überschritten  ungehindert  die
Alpen,  und  haben  sich  dann  unter  den  übrigen  deutschen  Stämmen  verloren.  Das
Jahr  553  war  es,  in  welchem  auch  das  tapfere  Volk  der  Ostgoten  siel.

In  dem  Heere  des  Narses  waren  am  zahlreichsten  wohl  die  Longobarden  vertreten.
  Ein  norddeutscher,  den  Sachsen  verwandter  Stamm,  hatten  sie  zuletzt  in  Mähren
gewohnt  und  waren  auf  ihrem  Zug  die  Donau  entlang  erst  mit  den  Herulern  und  dann

Ebuner,  Illustrierte  Geschichte  Deutschlands.  5