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Die  Franken
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1.  Dle  SGründung  des  Frankenreichs  durch  Ehlodopech  481  —511.

em  Frankenstamme  allein  unter  allen  germanischen  Stämmen  war  es  vorbehalten,
ein  dauerndes  Reich  zu  gründen.  Man  erzählt,  sie  seien  aus  Pannonien  gekommen
#  und  hätten  sich  zuerst  an  den  Ufern  des  Rheins  niedergelassen.  Darauf  seien  sie
uibber  den  Strom  gesetzt,  hätten  das  Thüringerland  durchzogen,  und  endlich  hier  nach
Gauen  und  Gemeinden  ihre  Sitze  genommen.  Könige  im  Schmuck  des  wallenden  Haupthaares
  hatten  sie  über  sich  gesetzt.  So  berichtet  in  mehr  sagenhafter  als  historischer  Ueberlieferung
  der  fränkische  Geschichtsschreiber  Gregor  von  Tours  von  dem  Entstehen  des  Frankenreichs.
  Von  ihrem  Stammland  an  den  Mündungen  des  Rheins  aus  hatten  sie  sich  nach  und
nach  an  der  Maas  und  Sambre  festgesetzt  und  ihre  Besitzungen  bis  zur  Saon  ausgedehnt.
Aus  mehreren  Stämmen  waren  allmählich  zwei  Hauptgruppen  geworden.  Diejenige  der
Salier,  mit  dem  Hauptsitz  Doornik  im  belgischen  Gallien  und  östlich  von  ihnen  in  der
Gegend  von  Köln  und  weiter  südlich  bis  zur  Eifel  die  Ripuarier.  Die  Namen  der  ersten
fränkischen  Könige  sind  mehr  oder  weniger  mythisch  und  erst  mit  der  Person  des  Königs
Childerich  betreten  wir  einigermaßen  historischen  Boden.  Freilich  zeigt  auch  seine  Geschichte,
  namentlich  die  seiner  zeitweiligen  Verbannung  und  seiner  Vermählung  mit  der
thüringischen  Königin  Basina  noch  allerhand  mythisch-romantische  Elemente.  Aber  ein
fester  historischer  Kern  zeigt  sich  doch  schon  bei  ihm  und  insonderheit  sind  es  die  Tatsachen
  seiner  Verbindung  mit  den  Römern  und  dann  seine  freundliche  Stellung  zum
Chrisientum.  Er  erscheint  mit  seinen  fränkischen  Völkern  stets  im  Dienste  der  Römer
und  steht  ihnen  gegen  alle  ihre  Feinde  treu  zur  Seite.  So  kämpft  er  bei  Orleans  gegen
die  Westgoten,  besiegt  die  britischen  und  sächsischen  Seeräuber  und  vertreibt  die  plündernden
Alemannen.  Ueberall  war  er  bekannt  und  wohlgelitten,  da  er,  wenn  er  auch  ein  Barbar
war,  doch  stets  als  ein  Freund  und  Retter  in  Not  erschien.

Sein  Sohn  Chlodovech  (Chlodwig)  ist  der  Gründer  des  Frankenreichs  geworden.
Als  Jüngling  von  15  Jahren  folgte  er  seinem  Vater  und  führte  seine  salischen  Franken  zur
Eroberung  Galliens.  Bei  Soissons  kam  es  486  zwischen  ihm  und  dem  Gallier  Syagrius
zur  entscheidenden  Schlacht;  Syagrius  wurde  geschlagen  und  entfloh  zum  Westgoten-0


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