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Die  fränkischen  oder  salischen  Kaiser  T
E-  C  J1024—1125.t  H)  I

SWWYI

Konrad  II.  1024  —  1030.

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9  Mroße  Verwirrung  drohte  dem  Reiche  nach  Heinrichs  Tod.  Zwei  Monate  lang
!  war  es  ohne  Oberhaupt.  Da  versammelten  sich  die  geistlichen  und  weltlichen
—  Größen,  viele  Dienstmannen  und  freien  Männer  auf  der  großen  Ebene  bei
Kamba,  zwischen  Worms  und  Mainz  um  einen  König  zu  wählen.  Sie  lagerten  unter
freiem  Himmel,  auf  beiden  Seiten  des  Rheins;  auf  dem  rechten  Ufer  schlugen  die  Sachsen,
die  Ostfranken,  die  Schwaben,  die  Bayern  und  die  Slaven  ihre  Zelte  auf,  auf  dem
linken  die  rheinischen  Franken  und  die  Lothringer.  Wer  gewählt  werden  sollte,  darüber
war  man  sich  freilich  noch  nicht  einig;  zwei  Bewerber  waren  es,  auf  welche  die  Augen
fielen.  Sie  gehörten  zum  Stamme  der  Franken,  der  eine  wie  der  andere.  Sie  waren
Brudersöhne,  Sprößlinge  König  Konrad  I.,  wenig  an  Jahren  von  einander  verschieden,
beide  in  großem  Ansehen,  und  von  gleichem  Namen,  beide  hießen  Konrad.  Der  eine,  der
jüngere,  war  Herzog  in  Franken,  der  andere,  der  ältere,  ein  Graf,  „ein  Mann  von  ausnehmender
  Freiheit,  der  sich  niemals  zum  Dienste  für  einen  andern  herabgelassen.“  Er
besaß  große  Eigen=  oder  Salgüter,  und  war  mit  Gisela,  der  hochverständigen  Tochter  des
Schwabenherzogs  Hermann  und  Witwe  Herzogs  Ernst  von  Schwaben  vermählt.

Nachdem  die  Stämme  soweit  vereinigt  schienen,  den  einen  dieser  Franken  zu  wählen,
besprach  sich  der  ältere  Konrad  mit  dem  jüngeren,  um  jede  Zwietracht,  die  durch  die
Wahl  entstehen  konnte,  zu  beseitigen  und  beide  verständigten  sich  dahin,  daß  einer  dem
andern  nicht  im  Wege  sein  wollte.  Der  Erzbischof  von  Mainz,  Aribo,  war  der  erste,
der  seine  Stimme  abgab.  Er  stimmte  für  den  älteren  Konrad,  und  ihm  gleich  stimmten
alle  anderen  Erzbischöfe,  Bischöse  und  Geistliche.  Nun  kam  die  Reihe  an  die  Weltlichen,
und  zwar  zuerst  an  Konrad  den  jüngeren.  Dieser  trat  einen  Augenblick  bei  Seite,  besprach
  sich  mit  den  ihm  zugetanen  Lothringern,  kehrte  dann  auf  seinen  Sitz  zurück,  und
stimmte  für  seinen  älteren  Vetter.  Alle  anderen  Großen  stimmten  auf  gleiche  Weise
und  unter  lautem  Jubel  des  Volkes  wurde  Konrad  der  ältere  als  König  ausgerufen,
der  zweite  dieses  Namens.