RKonrad  II.  119

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Einwohner  den  Königspalast  zerstörten,  und  die  Großen  mit  dem  Plane  umgingen,  sich
aus  Frankreich  einen  König  zu  holen.  Als  König  Robert  die  Wahl  ablehnte,  boten  sie
die  Krone  einem  seiner  Vasallen,  dem  Herzog  Wilhelm  von  Aquitanien  an,  allein  dem
widersetzte  sich  Aribert  von  Mailand,  und  wenngleich  nun  der  König  entschlossen  war,
seiner  Einladung  zu  folgen,  so  vermochte  er  doch  nicht  sofort  diesen  Plan  ausguführen.
In  Polen  war  Herzog  Boleslav  gestorben,  und  sein  Sohn  und  Nachfolger
Miezislav  schien  gesonnen,  die  trotzige  Stellung  des  Vaters  einzunehmen.  Erst  mußte
also  dieser  zur  Ruhe  gebracht
werden,  und  auch  im  Westen  und
Süden  mußte  erst  Ordnung  geschaffen
  werden.  Herzog  Friedrich
von  Oberlothringen  und  Herzog
Gotzelo  von  Niederlothringen  beharrten
  in  ihrem  Widerstand,
und  ihnen  hatten  sich  neben  den
meisten  Vasallen  des  Landes
namentlich  auch  der  Markgraf
von  Flandern  angeschlossen.  -«»
König  Robert  von  Frankreich  -"-·"
reizte  fortwährend  zum  Wider—  T  «
stand,  und  jetzt  schon  erwuchsen  i.
Konradausderburgundischen  —  —
Erbschaft  Feindseligkeiten.  Herzog  «-Ernst
  von  Schwaben,  sein  Stief—
sohn,  trachtete  nach  dem  dortigen
Besitz,  obgleich  die  Königin  ihre
Ansprüche  auf  den  Kaiserssohn
Heinrich  übertragen  hatte,  und
dabei  von  dem  mächtigen  Grafen
Welf  energisch  unterstützt  wurde.
Es  gelang  indessen  Konrad  in
kurzer  Zeit  dieser  Bewegung
Herr  zu  werden;  er  rückte  in
Lothringen  ein  und  als  er  in
Aachen  das  Weihnachtsfest  feierte,  .  «  .—».  —  —-erschien
  dort  Herzog  Gozelo,  um  Der  Kaiserstuhl  zu  Goslar.  Seemann,  Atlas  Taf.  XXIV.
ihm  den  Eid  der  Treue  zu  leisten,
und  bald  folgten  seinem  Beispiel  Friedrich  und  die  übrigen  Vasallen.  Auch  Herzog
Ernst  bat  um  Verzeihung  und  schloß  sich  dem  Reichsheer  zum  Zug  nach  Italien  an.
Ehe  Konrad  seine  Romfahrt  antrat,  ernannte  er  auf  einem  Reichstag  zu  Augsburg
seinen  achtjährigen  Sohn  zu  seinem  Nachfolger  und  zog  dann  nach  Mailand,  wo  ihn
Aribert  mit  der  Krone  der  Longobarden  schmückte.  Nur  Pavia  leistete  hartnäckigen
Widerstand,  und  in  Ravenna  kam  der  König  durch  einen  mächtigen  Aufstand  der  Bürger
in  große  Lebensgefahr,  bis  endlich  Not  und  Verwüstung  sie  zur  Unterwerfung  zwangen.
Um  Ostern  1027  zog  Konrad  in  Rom  ein,  wo  er  und  seine  Gemahlin  von  Papst

ut.

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