128  Die  fränkischen  oder  salischen  Raiser.

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lassen  und  an  ihrer  Statt  die  Reichsfürsten  zu  den  Regierungsgeschäften  beizuziehen,
sowie  den  Herzog  Magnus  in  Freiheit  zu  setzen.  Allein  Heinrich  konnte  und  wollte  sich
nicht  entschließen,  diesen  Forderungen  nachzugeben,  und  suchte  die  Unterhandlungen
deswegen  in  die  Länge  zu  ziehen.  Er  sandte  den  Herzog  Berthold  von  Kärnten  und
den  Bischof  von  Münster  in  das  Lager,  ließ  die  Feinde  auffordern,  ihre  Waffen  niederzulegen
  und  ihre  Klagen  bei  einem  Reichsgericht  anzubringen.  Allein  Otto  von  Nordheim
bestand  auf  seinen  Forderungen,  und  nun  beschloß  Heinrich,  sich  durch  die  Flucht  der

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Die  deutsche  Kaiserkrone.

Gewalt  seiner  Gegner  zu  entziehen.  Er  wandte  sich  nach  Ostfranken,  und  gelangte  endlich
nach  Hersfeld,  wo  er  sich  sicher  fühlen  konnte.  Schon  auch  sammelte  sich  das  Reichsheer
teils  bei  Mainz,  teils  in  der  nächsten  Umgebung  des  Klosters.  Mit  diesem  hoffte  Heinrich
bald  gegen  die  Sachsen  aufbrechen  zu  können,  allein  schon  nach  wenigen  Tagen  war  bei
diesen  seine  Flucht  bekannt  geworden,  und  da  sie  es  nicht  allein  mit  dem  Kaiser,  sondern
mit  allen  Reichsfürsten  zu  tun  hatten,  blieb  ihnen  nichts  anderes  übrig,  als  sich  zu  einem
entscheidenden  Kampse  zu  rüsten.  Durch  das  ganze  Land  hin  wurde  der  Aufstand  verbreitet,
  auch  Thüringen  beteiligte  sich  daran,  bis  zur  Werra  war  das  ganze  Land  im
Aufstand,  und  bald  gab  es  hier  mit  Ausnahme  der  Besatzungen  in  den  Festungen  keine
kaiserlich  Gesinnten  mehr.