136  Die  fränkischen  oder  salischen  Kaiser.

auf  alle  mögliche  Weise  förderte,  dem  Fehdeleben  und  dem  Faustrecht  Schranken  setzte,
und  alle  Willkür  einzuschränken  suchte,  waren  freilich  nicht  nach  jedermanns  Sinn.  Sehr  viele
Grafen  und  Ritter  hatten  sich  mit  ihren  Erbgütern,  die  sie  als  Lehen  ausgetan,  ein  zahlreiches
  Dienstgefolge  geworben,  mit  dem  sie  in  den  Zeiten  der  Ordnungslosigkeit  Ruhm

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Gottfried  von  Vouillon  vor  Jerusalem.  Von  Alfred  Rethel.
Mit  Genehmigung  der  Photographischen  Gesellschaft  in  Berlin.

und  Reichtum  erwarben.  Nun,  da  ihnen  das  durch  den  Frieden  unmöglich  gemacht  war,
warfen  sie  ihren  ganzen  Haß  auf  den  Kaiser,  und  boten  alles  auf,  dessen  Sohn  auf  ihre
Seite  zu  bringen.  Und  das  gelang  ihnen  in  der  Tat.  Auf  alle  Bitten  des  Vaters  hatte
der  Sohn  nur  die  eine  Antwort,  daß  er  mit  einem  Gebannten  nichts  zu  tun  haben  wolle.
Er  wolle  ihn  nicht  verdrängen,  äußerte  er,  sondern  den  Vater  nur  nötigen,  sich  der
Kirche  zu  unterwerfen.  Heinrich  war,  nachdem  sich  Vater  und  Sohn  1105  bei  Regensburg