142  Die  fränkischen  oder  salischen  RKaiser.

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und  seinen  Schwiegersohn  die  Belehnung  mit  den  Mathildischen  Gütern  erhalten  hatte.
Innocenz  aber  mußte  nach  wenigen  Wochen  zum  zweiten  Male  aus  Rom  fliehen.

Der  wenig  ehrenvolle  Ausgang  seines  italienischen  Zuges  mußte  in  Lothar  auch
den  Wunsch  wachrufen,  sich  mit  den  Hohenstaufen  auszusöhnen  und  vermittelnd  zwischen
beide  trat  nun  Bernhard  von  Clairvaux  mit  der  Kaiserin.  Auf  einem  Reichstag  zu
Bamberg  unterwarf  sich  Friedrich  dem  Kaiser,  wurde  durch  diesen  vom  Banne  befreit,
und  in  seinem  Herzogtum  bestätigt.  Ebenso  schwur  einige  Wochen  nachher  Konrad
dem  Kaiser  Treue  und  erhielt  seine  Besitzungen  zurück.  Als  nun  der  Friede  im  Reich
hergestellt  war,  konnte  Lothar  daran  denken,  eine  zweite  Romfahrt  zu  unternehmen.
Schon  im  August  des  Jahres  1136  konnte  er  mit  einem  glänzenden  Gefolge  aufbrechen
und  fand  in  Verona  und  Mailand,  wo  durch  Bernhard  Stimmung  für  ihn  gemacht
worden  war,  freundliche  Aufnahme.  Eine  Stadt  um  die  andere  fiel  ihm  zu,  und  er
wandte  sich  nun  geradeswegs  gegen  den  Normannenfürsten  Noger,  der  bei  seinem  Herannahen
  das  Festland  verließ.  Schon  ging  Lothar  mit  dem  Gedanken  um,  ihn  in
Sizilien  aufzusuchen,  allein  nun  drohten  ihm  seine  Truppen  den  Dienst  zu  versagen  und
es  brach  zwischen  ihm  und  dem  Papste  ein  Streit  aus,  als  gelegentlich  einer  neuen  Belehnung
  mit  Apulien  die  Stellung  des  Reichs  und  des  päpstlichen  Stuhles  zum  sidlichen
Italien  in  Frage  kam.  Dieser  Streit  konnte  am  Ende  nur  dadurch  beigelegt  werden,
daß  Kaiser  und  Papst  zusammen  dem  neuen  Herzog  von  Apulien,  Rainulf  von  Alifa,
die  Lehensfahne  überreichten.

Krank  und  leidend  trat  nun  Lothar  den  Rückzug  nach  Deutschland  an.  Allein  er
erreichte  die  Heimat  nicht  mehr.  In  dem  Dorfe  Breitenwang,  an  der  Grenze  Bayerns,
starb  er  in  einer  elenden  Alpenhütte  am  4.  Dezember  1137,  nachdem  er  zuvor  noch  seinen
Schwiegersohn  Heinrich  mit  Sachsen  belehnt,  und  die  Reichsinsignien  übergeben  hatte.