Friedrich  I.  Harbarossa.  153

endlich  von  dem  letzteren  die  Erlaubnis  zur  Rückkehr  erwirkte.  Zur  Zeit  vor  Friedrichs
Kreuzzug  machte  aber  sein  Benehmen  seine  Entfernung  zum  zweiten  Male  nötig.

Nun  konnte  Friedrich  zum  letzten  Male  1186  im  Frieden  nach  Italien  ziehen.  Die
Lombarden  empfingen  ihn,  als  wenn  nie  Feindschaft  zwischen  ihnen  gewesen  wäre.  Er

Die  Schlacht  bei  Jconium.  Nach  dem  Gemälde  von  Schnorr  von  Carolsfeld.
Nach  einer  Photographie  aus  dem  Verlage  von  Franz  Haufstaengl  in  München.

ließ  seinem  Sohn  Heinrich  die  eiserne  Krone  der  Lombarden  aufsetzen  und  vermählte
ihn  unter  großen  Festlichkeiten  in  Mailand  mit  Konstanzia,  der  Erbin  von  Neapel  und
Sizilien,  woraus  dem  Hause  Hohenstaufen  neue  Hoffnungen  aufgingen.  Denn  wenn  er
im  Besitze  von  Norditalien  auch  Unteritalien  besaß,  so  mußte  bald  die  Halbinsel  ihm
unterworfen  sein  und  ihre  Unterwerfung  konnte  zu  der  von  Deutschland  führen  —  so
schien  es.  Das  ahnte  dem  alten,  noch  jugendlich  hoffenden  Kaiser  nicht,  daß  er  durch