Das  denische  Kultarleben  bis  zum  Iusgang  des  Mittelalters.  217

Ideenkreise  erzeugt.  Die  alte  strenge  Zeit  war  für  immer  dahin,  eine  neue,  tief  erregte,
glänzende  und  mannigfaltige  bewegte  Epoche  begann.  Dazu  kam,  daß  Deutschland  um
diese  Zeit  jene  lange  Periode  der  Zerrüttung  und  Verwirrung  erlebte,  die  mit  dem
Untergang  der  hohenstaufischen  Macht  begann,  dem  Aufblühen  der  Städte  und  des
Bürgertums  zwar  förderlich  war,  die  europäische  Machtstellung  des  Reiches  aber  für
immer  zerbrach,  während  dagegen  in  Frankreich  die  Hausmacht  des  aus  unscheinbarem

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Ritter  und  Fußvolk  zur  Zeit  Kaiser  Maximilians.

Keim  entstandenen  Königtums  durch  kluge  Politik  sich  immer  mehr  befestigte  und  unaufhaltsam
  vom  Norden  aus  über  das  ganze  Land  verbreitete.“

Wir  haben  schon  bei  Schilderung  der  Poesie  in  diesem  Zeitraum  gesehen,  welche
gewaltige  und  bedeutende  Aenderung  sich  allmählich  geltend  machte.  Ihr  konnte  sich
natürlich  auch  die  Kunst  nicht  entziehen.  „So  hoch  ihre  Bedeutung  in  der  romanischen
Epoche  schon  gewesen,  so  nahm  sie  doch  jetzt  eine  noch  wichtigere  Stellung  ein.  Hatte
sie  schon  in  der  früheren  Zeit  sich  zu  höherer  Vollendung  entwickelt,  so  gewann  sie  jetzt
ein  noch  viel  tieferes,  kraftvolleres  Leben,  da  der  Volksgeist  unmittelbar  in  sie  hinein-