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und  bei  den  schroffen  Gegensätzen,  die  sich  nun  geltend  machten,  war  an  einen  Erfolg
des  Reichstags  kaum  zu  denken.  Derselbe  ging  auseinander,  ohne  daß  irgend  ein  bedeutenderer
  Entschluß  gefaßt  worden  wäre.  Inzwischen  war  auch  in  dem  Jülichschen
Erbfolgestreit  eine  Wendung  eingetreten,  die  zu  Kriegsbefürchtungen  Anlaß  gab.  Das
Verhältnis  zwischen  den  Kurfürsten  Johann  Siegmund  von  Brandenburg  und  dem
Pfalzgrasen  Wolsgang  Wilhelm  von  Neuburg,  die  das  Land  zu  gemeinschaftlicher  Verwaltung
  in  Besitz  genommen  hatten,  gab  zu  mancherlei  Reibereien  Anlaß,  und  als  man
sich  nun  am  pfalzgräflichen  Hofe  mit  dem  Gedanken  trug,  Wolfgang  Wilhelm  mit  einer

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Sltavata,  Martiuitz  und  Fabricius  werden  zu  Prag  zum  Fenuster  hinausgeworfen.

Tochter  des  Kurfürsten  zu  verheiraten,  versagte  dieser  hierzu  rundweg  seine  Einwilligung.
Nun  griff  der  Pfalzgraf  wiederum  zu  dem  Plane,  eine  Tochter  Maximilians  von  Bayern
zu  ehelichen,  nachdem  er  indessen  schon  heimlich  zum  katholischen  Glauben  übergetreten
war.  Die  Spannung  mit  Brandenburg  wurde  eine  immer  größere,  und  beide  Teile
suchten  sich  nun  mit  Bundesgenossen  zu  stärken.  Am  Niederrhein  brach  bald  ein  offener
Kampf  aus;  allein  man  einigte  sich  dann  noch  einmal  zu  Tanten,  so  daß  Brandenburg
Cleve,  Mark  und  Ravensberg,  Pfalzneuburg,  Jülich  und  Berg  übernahm.

Sofort  nach  Uebernahme  der  Regierung  durch  Matthias  war  auch  wiederum  die
Frage  nach  seiner  Nachsolgerschaft  ausgetaucht.  Am  spanischen  Hofe  hatte  man  sich  schon

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