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Dder  uelhicanrige  krieg
1018  -  1048.

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imB  August  des  Jahres  1618  waren  auf  Bemühen  Ferdinands  die  Truppen  soweit
gerüstet,  daß  man  mit  ihnen  nun  ins  Feld  rücken  konnte.  Allein  die  Kaiserlichen,  die
nun  unter  Graf  Dampierre  und  Khuen  die  böhmische  Grenze  überschritten,  sahen  sich  in
ihren  Erwartungen  einer  Unterstützung  im  Lande  selbst  ziemlich  getäuscht,  ein  entscheidendes
  Zusammentreffen  mit  den  Aufständischen  gelang  ihnen  nicht,  und  manchmal  brachte
sie  die  seindliche  Stimmung  des  Landvolkes  in  bittere  Not.  Noch  einmal  entspann  sich
unter  den  Aufständischen  eine  heftige  Debatte  darüber,  ob  man  sich  dem  Kaiser  unterwersen
  sollte;  allein  die  gegenteilige  Meinung  behielt  die  Oberhand  und  man  beschloß
von  neuem  ein  Aufgebot,  zumalen  nun  auch  noch  die  Kunde  kam,  daß  Erust  von  Mansr
  zum  Beistand  der  Aufständischen  heranziehe.  Es  wurden  trotzdem  zwischen  Prag
und  Wien  noch  immer  Verhandlungen  gepflogen,  allein  die  Kaiserlichen  fanden  von  Wien
aus  durchaus  keine  tatkräftige  Unterstützung.  Von  dem  Grafen  Thurn  erlitten  sie  wiederholt
  empfindliche  Niederlagen,  Pilsen  wurde  von  dem  Grafen  von  Mansfeld  genommen,
und  Graf  Thurn  überschritt  nun  die  österreichischen  Grenzen,  um  wenige  Meilen  vor
Wien  vorzurücken.  Wenn  man  auch  dort  nicht  öffentlich  seine  Abneigung  gegen  den
Kaiser  kundgab,  so  waren  doch  viele  Sympathieen  für  Böhmen  da,  allein  eine  Vereinigung
der  mährischen  und  österreichischen  Truppen  mit  den  böhmischen,  die  Graf  Thuru  angenommen
  hatte,  fand  nicht  statt,  das  böhnische  Heer  erlitt  durch  Niederlagen  und
Krankheiten  empfindliche  Verluste,  und  es  trat  nun  in  dem  kriegerischen  Gang  der  Dinge
ein  Stillstand  ein,  den  man  zu  häufigen  diplomatischen  Unterhandlungen  benutzte.  Allein
dieselben  führten  zu  keinem  Resultate,  und  als  am  20.  März  1619  Kaiser  Matthias  aus
dem  Leben  schied,  war  von  weiteren  Friedensverhandlungen  ohnedem  nicht  mehr  die
Rede.  Ferdinand  war  bei  den  Böhmen  zu  sehr  verhaßt,  als  daß  seine  Vermittelungsversuche
  hätten  Erfolg  haben  können;  auch  die  österreichischen  Städte  erhoben  Einsprache
gegen  seine  Nachfolge;  mit  einem  böhmischen  Heer  von  16  000  Mann  rückte  Graf  Thurn
ins  Feld  und  bekam  bald  ganz  Mähren  in  seine  Gewalt.  Nun  irat  auch  Mähren  den

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