Friedrich  Wilhelm  der  graße  Kurfürkt.  289

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schaft  in  diplomatischen  Verhandlungen  zu  zeigen.  Es  mußte  ihm  in  Gedanken  an  den
Verlust  der  besseren  Hälfte  Pommerns  schwer  fallen  mit  Schweden  Hand  in  Hand  zu
gehen,  allein  es  war  ihm  nun  auch  die  Möglichkeit  geboten,  sich  von  der  polnischen
Lehensherrschaft  zu  befreien.  Der  Gedanke  freilich,  daß  die  Schweden  unter  einem
eroberungslustigen  König  auch  für  Brandenburg  gefährlich  werden  konnten,  bestimmte

Friedrich  Wilhelm  der  große  Kurfürst.

ihn  am  Ende  zu  dem  Entschluß,  die  Entwicklung  der  Dinge  ruhig  abzuwarten,  nach  keiner
Seite  hin  sich  zu  binden,  und  am  Ende  den  Erfolg  möglichst  zu  seinen  Gunsten  auszunützen.
Schon  war  indessen  der  schwedische  Feldmarschall  in  Polen  eingerückt.  Posen  und
Kalisch  wurden  ohne  Schwertstreich  genommen,  Litauen  stellte  sich  unter  schwedischen
Schutz,  und  nachdem  sich  auch  Warschau  den  Schweden  ergeben  hatte,  floh  Johann  Kasimir
Ebner,  Illustrierte  Geschichte  Deutichlands.  20