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Der  Untergang
des  alten  deutschen  Reiches.

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Frankreich  im  Krieg  gegen  die  erste  Koalition  bis  zum  frieden
von  Sampo  Formlo.

ls  in  Frankreich  die  jakobinische  Partei  die  Oberhand  gewann  und  selbst  das
Leben  des  Königs  bedroht  erschien,  hatte  man  sich  in  Deutschland  doch  auf
ernstere  Maßregeln  besonnen.  Zu  Pillnitz  bei  Dresden  waren  schon  im
Sommer  1791  als  Gäste  des  Kurfürsten  von  Sachsen,  Kaiser  Leopold  II.  und  König
Friedrich  Wilhelm  zusammengekommen,  um  sich  darüber  zu  beraten.  Allein  von  einem
sofortigen  Einschreiten  wollte  Leopold  nichts  wissen,  Friedrich  Wilhelm  dagegen  drängte
mehr  zum  Krieg.  Erst  Leopolds  Nachfolger,  Franz  II.  (1792—1835)  schien  auch  seinerseits
  mehr  zum  Kriege  geneigt,  und  als  nun  in  Frankreich  das  girondistische  Ministerium
am  20.  April  1792  dem  „König  von  Ungarn  und  Böhmen“  wirklich  den  Krieg  erklärte,
mußte  diese  Herausforderung  auch  angenommen  werden.

Einem  schnellen  Angriff  von  außen  hätte  Frankreich  nicht  widerstehen  können.  Aber
die  Wehrkraft  des  deutschen  Reichs  war  eine  nichtige  und  erst  im  April  überschritten  die
Preußen  von  Luxemburg  her  die  Grenze,  während  die  Oesterreicher  von  den  Niederlanden
und  von  dem  Oberrhein  aus  sich  anschließen  sollten.  Keines  dieser  Heere  aber  erreichte
die  verabredete  Zahl,  und  dazu  kam  noch  der  Zwiespalt  in  der  Heeresleitung.  Friedrich
Wilhelm  war  für  schnelles  Handeln,  Herzog  Karl  Wilhelm  Ferdinand  von  Braunschweig,
sein  Oberbefehlshaber,  für  langsames  und  bedächtiges  Vorgehen.  Nachdem  die  Preußen
Longney  und  Verdun  genommen  hatten,  richteten  sie  ihren  Marsch  auf  die  Champagne.
Vor  dieser  Provinz  lagen  die  schluchtenreichen  Wege  des  Argonner  Waldes.  Aber  unschlüssig
  ließen  die  Preußen  die  beiden  französischen  Generale  Dumouriey  und  Kellermann
sich  vereinigen,  und  auch  als  letzterer  am  20.  September  1792  bei  Valmy  in  einer  unvorsichtig
  vorgeschobenen  Stellung  überrascht  wurde,  beschränkte  sich  der  Herzog  von
Braunschweig  auf  eine  nutzlose  Kanonade,  so  daß  die  Truppen  abends  beiderseits  wieder
in  gedeckte  Stellungen  zurückgehen  konnten.  Diese  Schwäche  Preußens  benutzte  Dumouriey,