Der  Rheinbund.  375

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tüchtigkeit  noch  kund  gab.  Nach  den  Kapitulationen  von  Prenzlau  und  Stettin  beschloß
er,  gen  Mecklenburg  und  Lauenburg  zu  ziehen,  um  sich  womöglich  zur  See  einzusch  ffen,
und  den  Feind  von  der  Oder  abzuziehen.  Allein  auch  ihm,  der  mit  20  000  Mann  westwärts
  durch  Mecklenburg  zog,  hatten  sich  sofort  einige  französische  Generäle  an  die  Ferse
geheftet,  und  so  mußte
er  sich  am  Ende  entschließen,
  sich  nach  Lübeck
zurückzuziehen.  Aber  sofort
  erschienen  auch  die
Feinde,  drängten  sich  in
die  Stadt  und  es  entstand
nun  in  den  Straßen  ein
blutiger  Kampf,  in  welchem
  trotz  aller  Tapferkeit
der  preußischen  Soldaten
am  Ende  doch  Fer  Sieg
in  den  Händen  der  Franzosen
  blieb.  Blüchers
Versuch,  sich  nach  Ratkau
und  Travemünde  zurückzuziehen,
  mißlang;  in  der
Kapitulation  von  Ratkau
am  7.  November  1806
mußte  er  mit  seinen  8000
Mann  die  Waffen  strecken.
Nachdem  auch  noch
Plassenburg,  Hameln  und
Nienburg  kapituliert  hatten,
  war  ganz  Mittel=  und
Norddeutschland  Napoleon
  preisgegeben,  und
dieser  unterließ  nichts,
was  die  Besiegten  kränken
konnte.  Geflissentlich  zeigte
er  seine  Verachtung  gegen
alles,  was  preußisch  hieß,
im  Königsschlosse  zu  Berlin
  schrieb  er  neue  und  "  -
unerhörte  Beschimpfungen  Gebhard  Leberecht  von  Blücher.

gegen  die  Königin  Luise.

Bald  wurde  verboten,  daß  irgend  eine  preußische  Uniform  sich  in  Berlin  sehen  lasse,
auch  die  pensionierten  alten  Offiziere  sollten  den  blauen  Rock  ausziehen.  Dazu  die  unerschwinglichen
  Kontributionen,  dann  der  Uebermut,  die  Völlerei  und  die  Erpressungen  der
Einquartierung.  Am  21.  November  erließ  Napoleon  jenes  unerhörte  Dekret,  das  allen
Handel  mit  England  verbot,  alle  englischen  Waren  zur  Konfiskation  verurteilte;  das