Preußens  Erhebung.  !4

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und  feurige  Seelen,  Männer,  die  im  Staate  und  im  Kriege  Talente  ersten  Ranges  waren,
sie  eilten  zum  König,  um  ihm  ihr  Dasein  zur  Verfügung  zu  stellen.

„Einer  aber  stand  in  diesem  Kreise,  nicht  als  Herrscher,  aber  doch  als  der  erste
unter  Gleichen:  der  Freiherr  von  Stein,  der  Bahnbrecher  des  Zeitalters  der  Reformen.

Das  Schloß  seiner  Ahnen  lag  zu  Nassau,  mitten  im  buntesten  Ländergemenge  der
Kleinstaaterei;  von  der  Lahnbrücke  im  nahen  Ems  konnte  der  Knabe  in  die  Gebiete  von
acht  deutschen  Fürsten  und  Herren  zugleich  hinein  schauen.  Dort  wuchs  er  auf,  in  der
freien  Luft,  unter  der  strengen  Zucht  eines  frommen,  stolzen,  ehrenhaften,  altritterlichen
Hauses,  das  sich  allen  Fürsten  des  Reichs  gleich  dünkte.  Standen  doch  die  Stammburgen
  der  Häuser  Stein  und  Nassau  dicht  bei  einander  auf  demselben  Felsen;  warum

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Fichte,  Arndt,  Jahn,  Schleiermacher.

sollte  das  alte  Wappenschild,  mit  den  Rosen  und  den  Balken  weniger  gelten,  als  der
sächsische  Rautenkranz  oder  die  württembergischen  Hirschgeweihe!  Der  Gedanke  der
deutschen  Einheit,  zu  dem  die  geborenen  Untertanen  erst  auf  den  weiten  Umwegen  der
historischen  Bildung  gelangten,  war  diesem  stolzen,  reichsfreien  Herrn  in  die  Wiege  gebunden.
  Er  wußte  es  gar  nicht  anders;  „ich  habe  nur  ein  Vaterland,  das  heißt  Deutschland,
  und  da  ich  nach  alter  Verfassung  nur  ihm,  und  keinem  besonderen  Teile  desselben
gehöre,  so  bin  ich  auch  nur  ihm  und  nicht  einem  besonderen  Teile  desselben  von  Herzen
ergeben.“  Wenig  berührt  von  der  ästhetischen  Begeisterung  der  Zeitgenossen,  versenkte
sich  sein  tatkräftiger,  auf  das  Wirkliche  gerichteter  Geist,  früh  in  die  historischen  Dinge.
Alle  die  Wunder  der  vaterländischen  Geschichte,  von  den  Cohortenstürmern  des  Teutoburger
  Waldes  bis  herab  zu  Friedrichs  Grenadieren,  standen  lebendig  vor  seinen  Blicken.