452  Gärungen  und  Rlärnugen  in  Beuischland.

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weder  zu  Verletzungen  noch  zu  Verhaftungen  kam.  Unterdessen  war  in  Frankfurt,  auf
Veranlassung  Oesterreichs  und  Preußens,  eine  „interimistische  Zentralkommissioneingesetzt
  worden,  in  deren  Hände  der  Erzherzog  Johann  am  30.  Dezember  1849  seine
Gewalt  niederlegte.

Die  traurigsten  Nachwirkungen  hatten  die  gescheiterten  Einheitsbestrebungen  des
deutschen  Volkes  für  die  Herzogtümer  Schleswig  und  Holstein.  Der  kinderlose  König
Friedrich  VII.  von  Dänemark,  hatte  im  Februar  1848  gleich  nach  seiner  Thronbesteigung
ohne  Rücksicht  auf  die  Privilegien  der  beiden  Herzogtümer,  eine  gemeinsame  Verfassung
für  die  gesamte  dänische  Monarchie  eingeführt,  und  diese  Rechtsverletzung,  auf  welche  die

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Krönung  König  Wilhelms  I.  in  Königsberg.

Holsteiner  durch  eine  allgemeine  Schilderhebung  und  die  Einsetzung  einer  provisorischen
Regierung  geantwortet,  hatte  in  ganz  Deutschland  eine  große  Aufregung  hervorgerufen,
die  in  dem  allgemeinen  stürmischen  Verlangen,  daß  auch  Schleswig  in  den  deutschen
Bund  aufgenommen,  und  den  beiden  nordischen  Bruderstämmen  gegen  den  Uebermut  der
Dänen  Beistand  geleistet  werde,  Ausdruck  fand.  So  entsandte  dann  der  König  von
Preußen  ein  Heer  von  20  000  Mann  unter  Wrangel  in  die  Elbherzogtümer.  Wrangel
schlug  am  23.  April  1848  die  Dänen  bei  Schleswig,  erstürmte  das  „Danewirk“,  eine  die
ganze  Halbinsel  durchziehende  Schanzlinie,  und  besetzte  den  größten  Teil  von  Jütland;
als  jedoch  hierauf  die  Dänen  die  deutschen  Seehäfen  blockierten,  ein  schwedisches  Korps
auf  der  Insel  Fünen  landete,  und  England,  ebenso  wie  Rußland  eine  bedrohliche  Haltung
annahmen,  schloß  Preußen  am  26.  August  mit  Dänemark  den  Waffenstillstand  von  Malmö,