Ver  schleswig-holsteinische  Krieg  1864.  159

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die  Erklärnng  abgehen,  daß  sie,  wenn  binnen  achtundvierzig  Stunden  die  Bestimmungen
der  dänischen  Verfassung  inbetreff  der  Elbherzogtümer  nicht  zurückgenommen  seien,
Schleswig  durch  ihre  Truppen  besetzen  lassen  würden.  Da  die  Antwort  ablehnend  aus—
fiel,  rückten  am  1.  Februar  1864  ein  preußisches  Heer  unter  dem  Prinzen  Friedrich  Karl,
und  ein  österreichisches  unter  dem  General  Gablenz  in  Schleswig  ein.  Während  die
Oesterreicher  nach  mehreren  siegreichen  Gefechten  durch  einige  preußische  Regimenter  verstärkt,
  ganz  Jütland  besetzten,  wurden  am  18.  April  die  Düppeler  Schanzen,  in  welche
sich  die  dänische  Hauptmacht  zurückgezogen  hatte,  von  den  Preußen  erstürmt.  Nach  einem
kurzen  Waffenstillstande,  während  dessen  auf  einer  neuen  Londoner  Konferenz  vergebens
über  den  Frieden  verhandelt  worden  war,  eroberten  die  Preußen  unter  dem  General
Herwarth  von  Bittenfeld  die  Insel  Alsen,  und  nötigten  dadurch  die  Dänen  zur  Flucht
auf  ihre  Schiffe.  Weit  über  den  Lymfjord  drangen  nun  die  verbündeten  Truppen  bis
in  die  äußerste  Spitze  von  Jütland.  Da  bequemte  sich  endlich  Dänemark  zum  Frieden,
dessen  Vorbedingungen  am  1.  August  in  Wien  festgestellt  wurden  und  der  am  30.  Oktober
1864  unterzeichnet  wurde.  In  ihm  entsagte  der  König  von  Dänemark  allen  seinen
Rechten  auf  die  Herzogtümer  Schleswig,  Holstein  und  Lauenburg  zu  Gunsten  des  Kaisers
von  Oesterreich  und  des  Königs  von  Preußen.

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