Der  Krieg  von  1866.  479

daß  Napoleon  auf  Kosten  von  Italiens  Ehre  Preußen  am  Vordringen  hindern  sollte;
Venetien  als  ein  Geschenk  von  Frankreich  anzunehmen,  war  ihm  eine  Erniedrigung;  er
fürchtete,  Italien  werde  nun  nicht  mehr  zu  regieren  sein.

Dieser  Entrüstung  gab  man  denn  auch  sofort  Ausdruck;  Cialdini  sollte  die  abziehenden
  Oesterreicher  um  jeden  Preis  einholen,  Garibaldi  drang  gleichzeitig  in  Tirol

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Ueberreichung  des  Ordens  pour  le  merlte  an  den  Kronprinzen  auf  dem  Schlachtfelde
von  Königgrätz.

ein  und  beide  Generäle  hofften  sich  in  Trient  vereinigen  zu  können.  Ebenso  stellte  man
an  die  Flotte  die  größten  Anforderungen.  In  acht  Tagen  sollte  das  feindliche  Geschwader
zerstört  und  Istrien  besetzt  sein.  Allein  der  österreichische  Admiral  Tegethoff  war  voll
Siegesvertrauen;  in  Pola  wartete  er  die  Gelegenheit  ab,  die  ihm  der  Feind  zu  einem
Schlage  geben  werde.  Bei  Lissa  kam  es  am  20.  Juli  zur  Seeschlacht,  in  welcher  die
Italiener  mit  großen  Verlusten  unterlagen.