588  Das  neue  deutsche  Reich.

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des  Volkes,  das  große  Hoffnung  auf  seine  Regierung  setzte,  eine  Beute  des  unerbittlichen
Todes,  so  betrat  er  den  heimatlichen  Boden.  Drei  Monate  schweren  Leidens  waren  ihm
noch  beschieden.  Große  Taten  nach  außen  konnte  Kaiser  Friedrich  ja  nicht  sein  eigen
nennen,  die  größte  und  ruhmreichste  Tat  aber,  den  Mut  des  Leidens,  ohne  zu  klagen,
nannte  er  sein.  Noch  einmal  überwand  des  Kaisers  kräftige  Natur  einen  Ansturm  der

Kaiser  Friedrich  III.

Krankheit,  die  ihn  schon  im  April  dem  Tode  nahe  brachte.  Er  konnte  noch  der  Hochzeit
seines  Sohnes  Heinrich  mit  der  Prinzessin  Irene  von  Hessen  beiwohnen;  dann  aber
wurde  er  matter  und  matter.  Von  Charlottenburg,  wo  er  seit  seiner  Ankunft  residiert
hatte,  siedelte  er  nach  Potsdam  über,  und  hier,  wo  er  geboren  war,  ging  er  am
15.  Juni  1888  zur  ewigen  Ruhe  ein.