e.  Art  und  Nährwert  der  verabreichten  Speisen.  53

3.  Wieviele  Portionen  kommen  im  Durchschnitt  auf  100  Kinder,  und

wie  groß  ist  die  Zahl  der  mehr  als  eine  Portion  benötigenden
nder

4.  Welcher  Altersklasse  gehören  hauptsächlich  die  gespeisten  Kinder
an,  oder,  wenn  möglich,  wieviel  Kinder  stehen  im  siebenten,  achten
usw.  Lebensjahre?

5.  Wie  ist  die  Reihenfolge  und  die  Art  der  Gerichte  für  die  einzelnen
Tage  und  Wochen  festgesetzt?

6.  Bemerkungen,  die  für  die  gestellten  Fragen  besonderes  Interesse
ieten.

Von  24  Stellen  wurden  genauere  Angaben  gemacht,  doch  waren
nur  18  davon  für  weitere  Berechnungen  brauchbar.  Auf  die  Bedeutung
derartiger  Rachforschungen  hat  Erismann  in  seinem  S.  8  zitierten
Vortrage  besonders  hingewiesen  und  dort  über  die  Zusammensetzung  der
Schülersuppen  in  Zürich  sehr  interessante  Daten  gebracht.  Erismann
nimmt  an,  daß  Kinder  in  dem  hier  in  Betracht  kommenden  Alter
60  g  Eiweiß,  40  Fett  und  225  g  Kohlehydrate  benötigen,  das
sind  rund  1540  Kalorien.  Nach  verschiedenen  Angaben  in  der  Literatur,
und  zwar  namentlich  von  Kammerer  und  Siegert  glaubten  wir  in
unserem  Schriftchen  „Schulspeisung  armer  Kinder“,  S.  5,  58,5  g  Eiweiß,
56  g  Fett,  253  g  Kohlehydrate,  daher  1798  Kalorien,  als  die  erforderliche
  Nahrungsmenge  für  ein  etwa  elfjähriges  Kind  annehmen  zu  müssen.
Nun  war  jedoch  noch  zu  erwägen,  ob  für  die  Schülerspeisung  tatsächlich
im  Durchschnitte  gerade  elfjährige  Kinder  in  Betracht  kommen.  Punkt  4
des  Fragebogens  suchte  auch  hierüber  Auskunft  zu  geben.  Nach  den
Angaben  an  dieser  Stelle  muß  das  Durchschnittsalter  nicht  mit  elf,
sondern  mit  zehn  Jahren  angenommen  werden,  und  wenn  man  entsprechend
  der  Altersdifferenz  ein  geringeres  Körpergewicht  und  daher
auch  den  entsprechend  niedrigeren  Nahrungsbedarf  berücksichtigt,  so  stellt
sich  auch  nach  unserer  Berechnung  heraus,  daß  die  von  Erismann
gewählten  Mittelwerte  richtig  angenommene  Durchschnittswerte  zu  sein
scheinen.  Sehr  schwierig  gestaltet  sich  nun  die  Frage,  wieviel  von  diesem
Gesamttagesbedarf  an  Eiweiß,  Fett  und  Kohlehydraten  mit  dem  ersten
und  zweiten  Frühstück  oder  mit  dem  Mittagessen  geboten  werden  sollte.
Gewöhnlich  nimmt  man  folgende  Verteilung  für  die  einzelnen  Mahlzeiten

  an:

Frühstück  Mittagessen  Abendessen
von  den  Eiweißstoafen  1  4/10  2
Don  Fett  .  1/10  5/10  4/10
von  den  Kohlehydraten  20  4/10  410

Wenn  wir  vorerst  den  Nährbedarf  für  das  Frühstück  vor  Beginn
des  Unterrichts  einer  Betrachtung  unterziehen  wollen  und  hierbei  von
den  Erismannschen  Durchschnittswerten  —  60  g  Eiweiß,  40  g  Fett
und  225  g  Kohlehydrate  —  entsprechend  einem  Kalorienwerte  von  1540
ausgehen,  so  hätten  auf  das  Frühstück  nur  6  g  Eiweiß,  4  g  Fett  und
45  g  Kohlehydrate,  das  sind  246  Kalorien  zu  entfallen.  Gewöhnlich
nimmt  man  jedoch  an,  daß  von  der  Gesamtkalorienmenge  für  einen
Tag  20%  auf  das  Frühstück,  46  %  auf  das  Mittagessen  und  34%  auf