d.  Ursachen  der  Verabreichung  von  Speisen.  69
Tabelle  XII.
Nährwert  der  verabfolgten  Mittagsmahlzeiten  in  dreizehn  deutschen
Städten.
Nährwert  der  Mittagsmahlzeiten
  in  Kalorien
..  im  Verhältniss
Stadt  Träger  der  Einrichtung  «  den  r*  nornar
im  Durch=  angenommenen
:  Werte  von  816
schnitte  LKalorien
(816  Kal.=  100  %)
.  ....  ..  618,16  76  %
Berlin  Verein  für  Kindervolksküchen  343,42  42.
iie  Magistrat  der  Stadt  521,34  64  ".
Charlottenburg  Verein  Jugendheim  44,5  58
Colmar  .  .  ..  ·  706,39  87
Düsseldorf  .  .  Magistrat  der  Stadt  627,30  77t
Eisleben  .  .  ..  .  Magistrat  der  Stadt  544,46  67„
Essen-Ruhr  .Altkatholischer  Frauenverein  247,54  30  „
Freising  Ma  gistrat  der  Stadt  206,59  25  „
Moyslowitz  Magistrat  der  Stadt  533,94  65  "
Ostrovo  .  .  .  Vaterländischer  Frauenverein  356,93  44  .
Pr.  Stargard  Vaterländischer  Frauenverein  492.,47  60  „
Stuttgart.  .  .  .  Herein  für  Kinderküchen  506,  48  62  „
Wesel  Unterstützungsverein  —
„Suppenanstalt“  474,28  58
im  DTurchschnitt  45,  27  58  %

ihres  Eiweißreichtums  eine  schlechtere  Ausnutzung  im  Darme  erfahren,
wollen  wir  hier  nicht  näher  eingehen.  Das  Schlußergebnis,  daß
nach  den  in  den  deutschen  Städten  angestellten  Berechnungen  im
Mittel  nur  58  9%  des  Normalwerts  an  Kalorien  in  den  Mittagsspeisungen
  erreicht  wird,  deutet  mindestens  die  Fülle  von  Belehrungsund
  Verbesserungsvorschlägen  an,  die  zur  Hebung  des  Nährstoffgehalts
  der  Speisungen  notwendig  sein  dürften.

d.  Ursachen  der  Verabreichung  von  Speisen.

Mit  den  Erörterungen  über  die  Zusammensetzung  und  den  Nährstoffgehalt
  der  einzelnen  Speisearten  haben  wir  die  Ergebnisse  der
Fragebogenerhebungen  für  den  I.  Teil  —  Stand  der  Schulkinderspeisungen
  —  bis  auf  einen  Punkt  abgeschlossen.  Punkt  VII  des
Fragebogens  suchte  den  verschiedenen  Ursachen  des  Mangels  häuslicher
  Speisung  näher  zu  rücken.  Es  war  ja  von  vornherein  anzunehmen.
  daß  gerade  für  die  Beantwortung  dieser  Fragen  richtige,

en  Kern  des  Problems  erfassende  Auskünfte  schwerlich  erhofft  werden
konnten.  Die  freie  Liebestätigkeit  läßt  sich  vom  Mitleide  bewegen,
ohne  gewöhnlich  den  tieferen  sozialen  Ursachen  nachzugehen.  In