a.  Erhebungsresultate  für  einzelne  Städte.  79

b)  für  d  und  e  in  a)  dauernder  Armut  (Armenunterstützung),  ß)  vorüberehender
  Armut  (Arbeitslosigkeit),  7)  Krankheit  der  Eltern,  d)  Witwentum  einfölteslich
  Eheverlassenheit,  e)  außerhäuslicher  Tätigkeit  der  Mutter?

Art  des  Abendessens:  Wieviel  Schüler  (Knaben  und  Mädchen,  Winter  und
Sommer)  erhalten  a)  ein  warmes  Abendessen  (neben  einem  regulären  Mittagessen),
  bestehend  aus  .  .  .  b)  ein  kaltes  Abendessen  (neben  einem  regulären
Mittagessen),  bestehend  aus  .  .  e)  ein  warmes  Abendessen  als  Ersatz  des
kalten  Mittagessens  und  wie  spät,  d)  kein  Abendessen,  e)  in  welchem  Maße
werden  abends  alkoholische  Getränke  genossen?

Verursacht  ungenügende  Nahrungszufuhr  für  das  einzelne  Kind  und,  wenn
bei  einer  größeren  Schülergruppe  vorhanden,  für  die  Gesamtheit  der  Schüler
einer  Klasse  eine  Beeinträchtigung  des  Unterrichtserfolges?

In  welchem  Maße  unterscheiden  sich  die  nicht  hinreichend  oder  unzweckmäßig
ernährten  Schulkinder  in  Körperlänge  und  -Gewicht  von  den  normal  ernährten
und  entwickelten  Schulkindern?

Welche  Einrichtungen  sind  getroffen,  um  alle  Volksschüler  nach  dem  Muster
der  Wiesbadener  Schularztordnung  hinsichtlich  der  körperlichen  Entwickelung
und  des  Ernährungszustandes  (Wägungen  und  Messungen)  zweimal  im  Jahre
untersuchen  zu  lassen?

In  welchem  Umfang  ist  durch  Anstellung  von  Schulärzten  eine  richtige
Kontrolle  und  Prüfung  der  körperlichen  Entwickelung  und  des  Ernährungszustandes
  aller  Schulkinder  gewährleistet?

In  dem  Anschreiben  an  die  einzelnen  Stadtverwaltungen,  das  den
beiden  Fragebogen  beigegeben  war,  wurde  hinsichtlich  des  Cweiten  die
Befürchtung  ausgesprochen,  daß  die  Beantwortung  besonderer  Erhebungen
durch  Schulärzte  oder  Lehrpersonen  oder  wenn  Schulärzte  nicht  vorhanden,
  durch  geeignete  praktische  Arzte  und  Lehrpersonen  erfordern
dürften.  Nach  den  Berliner  Erfahrungen  wurden  getrennte  Erhebungen
für  Winter  und  Sommer  etwa  in  den  Monaten  Januar  und  Februar,
bezw.  Mai  und  Juni  als  empfehlenswert  bezeichnet.  Über  die  Ernährungsverhältnisse
  im  Winter  haben  73  Städte,  für  den  Sommer  52  Städte
die  Fragen  in  allen  Fällen  fast  vollständig  beantwortet.  Dieses  Resultat
muß  in  Anbetracht  der  besonderen  Schwierigkeiten  als  ein  glänzender
Beweis  dafür  bezeichnet  werden,  in  wie  hohem  Maße  die  Stadtverwaltungen
  bemüht  sind,  über  alle  Verhältnisse,  die  für  den  Schulerfolg
  von  Einfluß  sein  können,  Aufschluß  zu  erhalten.

Das  eingelangte  Material  wurde  wie  für  den  Fragebogen  I  in  Form
von  Tabellen  zusammengestellt.  Erhebungsresultate  für  Berlin,  die
nach  einem  etwas  abweichenden  Fragebogen  von  der  Stadtverwaltung
“rier  wurden,  sind  hierbei  nicht  aufgenommen,  sondern  werden  geondert

  angeführt.  In  der  nun  folgenden  Tabelle  XVa  ist  über  die

rt  des  häuslichen  Frühstücks,  des  Mittag=  und  Abendessens  und  einige
andere  Besonderheiten  für  die  Verhältnisse  im  Winter  Auskunft  gegeben.
  Neben  den  absoluten  Zahlen  sind  hier  wie  in  den  späteren
Tabellen  über  die  Verhältnisse  im  Sommer,  die  Maximal=  und  Minimalsowie
  die  Durchschnittswerte  der  Prozentsätze  verzeichnet.

Bei  Durchsicht  der  Tabelle  fällt  vor  allem  auf,  daß  von  der  guten,
alten  Gewohnheit  der  Frühstückssuppe  oder  des  Milchfrühstücks  sich  nur
mehr  sehr  wenig  erhalten  hat.  Für  das  Reich  erhalten  80,5  %  der
Kinder  in  den  Städten  des  Morgens  Kaffee,  also  Bohnen=  oder  Malzkaffee,
  zumeist  wohl  ein  Zichorienabsud  mit  einer  Spur  von  Milch  mit

(Fortsetzung  des  Textes  S.  86.)